Favorit Bode Miller (USA) hat das erste WM-Gold bei den Weltmeisterschaften in Bormio (ITA) gewonnen. Nach einem furiosen Lauf sicherte er sich in der Zeit von 01:27.55 Minuten die Goldmedaille im Super-G vor Michael Walchhofer (AUT, 01:27.69 Min.) und Benjamin Raich (AUT, 01:28.23 Min.). Bester Deutscher wurde Florian Eckert auf dem guten sechsten Rang.

Miller riskiert alles und gewinnt
Von der ersten Sekunde an riskierte Miller alles und fuhr besonders im Mittelteil die engste Linie von allen. Wie gewohnt hatte er einige kleine Fehler in seinem Lauf, doch wohl nur Miller kann diese Fehler so einzigartig ausgleichen und dennoch Zug auf dem Ski behalten. Auch beim Super-G fuhr er unten extrem stark und sicherte sich so seine insgesamt dritte Goldmedaille bei einer WM.

Silber und Bronze für Österreich
Die Österreicher blieben in ihrer Paradedisziplin zwar ohne Goldmedaille, holten sich aber die beiden anderen zu vergebenen Medaillen. Michael Walchhofer gewann Silber, während Benjamin Raich etwas überraschend Dritter wurde und sich Bronze sicherte. Damit bestätigte Raich seine Allrounder-Fähigkeiten.

Maier ohne Medaille
Zum ersten Mal blieb dagegen Hermann Maier ohne Medaille im Super-G bei einem Großereignis. Für ihn reichte es nur zum vierten Rang. Der Flachauer fuhr nicht aggressiv genug und muss auf die Abfahrt und den Riesenslalom hoffen. Direkt hinter Maier kam Marco Büchel auf den guten fünften Rang. Wieder war der Liechtensteiner bei einer Großveranstaltung zur Stelle und erreichte eine vordere Platzierung.

Eckert mit starkem Lauf
Überraschend stark fuhr Florian Eckert. Der DSV-Fahrer hatte die Startnummer acht und legte einen hervorragenden Lauf hin. Damit übernamhm er zu diesem Zeitpunkt die Führung, die lange hielt. Am Ende durfte sich Eckert über einen guten sechsten Rang freuen. Ganze 46 Hundertstel fehlten Eckert zu einer Medaille.

Rauffer ausgeschieden
Die weiteren beiden DSV-Starter kamen nicht auf die vorderen Plätze. Andreas Ertl hatte in seinem Lauf einige Fehler und landete auf dem 29. Platz. Max Rauffer nutzte das Rennen zum Training für die Abfahrt, verpasste allerdings im oberen Teil ein Tor und schied aus.

Stimmen zum Rennen
Florian Eckert: "Ich bin schon sehr überrascht über dieses Ergebnis. Ich bin aggressiv gefahren und hatte auch heute das gewisse Glück, was man braucht. Bei mir zwickt es immer wieder ein bisschen am Knie, deshalb wurde ich auch gestern noch behandelt. Dieses Ergebnis ist wie ein Sieg für mich."

Andreas Ertl: "Mein Lauf war mit Fehlern behaftet. Ich bin einfach zu hart gefahren. Die Zeit von Florian Eckert ist sehr gut."

Bode Miller: "Dies ist ein großartiger Tag für mich. Ich hatte heute seltsame Fehler in meinem Lauf, aber ansonsten war es der beste Lauf, den ich zeigen kann. Mir ist egal, was die Kritiker sagen. In Kitzbühel hatte ich den schlechtesten Lauf seit zwei Jahren und heute wollte ich zeigen, was ich kann im Super-G."