Der Nachtslalom von Schladming (AUT) hat ein Nachspiel. Der italienische Ski-Verband hat gegen die Wertung des Weltcuprennens offiziell Protest eingelegt und möchte das Rennen annulieren lassen, wie FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis bestätigte.

Roccas Zeit korrigiert
Grund für den Protest der Italiener ist die Korrektur der Zeit bei Giorgio Rocca nach dem ersten Durchgang. Die Zeitnahme wurde bei ihm zu früh ausgelöst, woraufhin die Zeit von 51,11 auf 51,61 Sekunden korrigiert wurde. Ein erster Protest der Italiener vor dem Start des zweiten Durchgangs blieb am Dienstag erfolglos. Der Grund für die Panne ist noch immer nicht klar. Dazu der italienische Herren-Teamchef, Flario Roda: "Wir haben beim Internationalen Skiverband Klage eingereicht und die Annullierung des Slaloms gefordert. Was in Schladming geschehen ist, ist einfach unannehmbar."

Entschuldigung von Rocca
Der Beteiligte selbst, Slalom-Ass Giorgio Rocca, hat sich mittlerweile auch für seine Vorwürfe direkt nach dem Rennen entschuldigt. "Vielleicht habe ich übertrieben mit meinen Attacken auf die Österreicher. In Wahrheit war ich wegen meines Fehlers verärgert, der mir den Sieg gekostet hat. Ich habe aber im Grunde nichts Komisches gesagt. Im alpinen Skisport zählt man fast gar nichts, wenn man kein Österreicher ist. Die Österreicher haben die Macht, sie sind wie eine Mafia", so Rocca laut Angaben der italienischen Tageszeitung 'La Repubblica'.