Nach dem Slalom in Kitzbühel (AUT) gelang den ÖSV-Fahrern auch beim Nachtslalom in Schladming (AUT) ein Doppelsieg. Manfred Pranger (AUT) gewann in der Gesamtzeit von 01:47.13 Minuten vor seinem Teamkollegen Benjamin Raich (01:47.17 Min.) und dem Überraschungsdritten Andre Myhrer aus Schweden (01:47.37 Min.). Kein DSV-Fahrer erreichte das Finale.

Ski-Party in Schladming
Wie immer wurde der Nachtslalom in Schladming zu einem Skifest der besonderen Art. Über 45.000 Zuschauer kamen an die Strecke und sorgten für großartige Stimmung auf der Planai. Die Piste war in einem Top-Zustand und besonders der untere Teil verlangte den weltbesten Slalomfahrern alles ab. Dort wurde das Rennen entschieden.

Finale mit 30 Minuten Verspätung
Vor dem Start des Finales kam es zu einer 30-minütigen Verspätung. Aufgrund von Fehlern in der Zeitmessung der beiden ersten Starter des ersten Durchgangs musste der Start verschoben werden. Dann kam es aber zu einem packenden Rennen.

Pranger siegt am Geburtstag
Manfred Pranger feierte am Dienstag seinen Geburtstag und machte sich das wohl schönste Geschenk. Nur zwei Tage nach seinem ersten Weltcup-Sieg gelang ihm direkt der nächste Streich. Ganze vier Hundertstel trennten ihn am Ende von seinem Teamkollegen Raich. Raich konnte sich aber über den zweiten Platz ebenso freuen, machte er doch reichlich Punkte auf Bode Miller gut, der im Finale erneut ausschied. Nun hat Raich nur noch 95 Punkte Rückstand im Gesamt-Weltcup auf den US-Amerikaner.

Sensation durch Myhrer
Die Sensation des Tages schaffte der Schwede Andre Myhrer. Mit einem fantastischen Lauf im Finale fuhr er vom 22. Rang auf den dritten Platz nach vorne und schaffte so einen Podestplatz. Gerade im schweren unteren Teil fuhr er in seiner eigenen Liga und wurde dafür belohnt.

Drei Ausfälle für den DSV
Es war nicht der Tag des DSV. Drei Aktive gingen in Schladming an den Start, keiner von ihnen erreichte den zweiten Durchgang. Alois Vogl hatte die Startnummer 14 und rutschte über den Innenski weg. Felix Neureuther rutschte bei der Ausfahrt aus dem Steilhang weg und schied ebenfalls im ersten Durchgang aus. Und auch Stefan Kogler schied aus. Nach wenigen Fahrsekunden hob er spektakulär ab und war aus dem Rennen.

31 Ausfälle im ersten Durchgang
Der erste Durchgang war gekennzeichnet durch viele Ausfälle. Neben den drei deutschen Fahrern schieden nicht weniger als 28 weitere Skirennläufer aus, in der Mehrzahl mit den hinteren Startnummern. Diese Athleten mussten dem schweren Hang Tribut zollen und konnten den Lauf nicht beenden.