Der frisch gebackene Marathon-Skiweltrekordhalter Christian Flühr (31) kehrt an die Wurzeln seines Erfolgs zurück. Zum ersten Mal seit 1998 startet er bei einem 24-Stunden-Skirennen. In Kastelruth (ITA) wird er ab Freitag, den 28. Januar 2005 von 20 Uhr bis zum folgenden Samstag um 20 Uhr, auf der Mainzenpiste unterwegs sein und auf seinen Skiern Jagd nach einer gute Platzierung machen.

Erster Auftritt Flührs 1997 in Imst
Drehen wir die Zeit zurück: Es ist 1997. Der damals noch völlig unbekannte Christian Flühr startete in Imst bei den Europameisterschaften im 24-Stunden-Skilauf. Damals noch ohne jeden Ausrüstervertrag gelang ihm das Kunststück, am Ende auf dem achten Platz zu landen. Über 100 Teilnehmer waren am Start. "Das Wetter hatte mir geholfen. Ein Meter Neuschnee in der Nacht dünnten das Teilnehmerfeld erheblich aus", erinnert sich der Weltrekordhalter. Im Jahr darauf landete er als bester Nicht-Österreicher auf Platz elf.

Fünf Weltrekordfahrten
Zwischen den beiden Ergebnissen und heute liegen inzwischen 5 Weltrekordfahrten auf Skiern. Christian konnte im Dezember den Marathon-Skiweltrekord auf die neue sagenhafte Bestleistung von acht Tagen, acht Nächten, acht Stunden und acht Minuten (200 Stunden) schrauben. Dabei trotzte er sogar extremsten Wetterkapriolen. "Nach minus 20 Grad in der Nacht, Schneetreiben, Dauerregen und Orkanböen wird es schwierig werden, das noch zu toppen. Ich sehe der Sache in Kastelruth gelassen entgegen", sagt der Münchener Student der Kommunikationswissenschaft weiter.

Bewährte helfende Hände
Knapp 20 Starter aus Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland werden neben Flühr auch das Rennen antreten. Neben der Einzelkonkurrenz gibt es auch einen Teamwettbewerb. Die Wettkampftauglichkeit des Hanges wurde erst im letzten Winter bei einem Abfahrts-Europacuprennen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Das wird von der Piste her kein Spaziergang", ist sich Flühr sicher. Im Hintergrund kann er sich auf bewährte Unterstützung verlassen. Mit Gerhard Schmid (Burghausen), Nenad Ulip (Passau) und Tanja Hollerrieder (Unterneukirchen) als Physiotherapeutin stehen ihm allesamt Personen zur Verfügung, die bereits bei der Weltrekordfahrt im Dezember dabei waren.

Letzte Vorbereitung in Sölden und Oberaudorf
Kommende Woche bereitet sich der Ausnahmesportler in Sölden/Tirol auf das Rennen in Kastelruth vor. "Langsam an die Geschwindigkeit gewöhnen", fasst er das Programm zusammen. Den letzten Test vor Abreise nach Kastelruth absolviert Christian am Donnerstag morgen an 'seinem Weltrekordhang' in Oberaudorf. Danach geht es via Brenner nach Kastelruth, denn bereits nachmittags steht das erste freie Training auf der Mainzenpiste an.

Großes Partyprogramm rund um das Rennen
Das offizielle Programm geht am Vorabend des Starts mit der Startnummernauslosung los. Freitagabend um 20 Uhr wird das Rennen gestartet. Die Veranstaltung ist in ein großes Partyprogramm eingebettet. Das Ziel erreichen die Teilnehmer des Rennens am Samstag, wiederum um 20 Uhr. Gefeiert wird allerdings bis tief in die Nacht hinein. Über den aktuellen Stand der Dinge gibt Christians Internetseite www.ChristiansSnowWorld.de Auskunft. Ab Donnerstagabend ist dort der Live-Ticker zu den 24-Stunden von Kastelruth aktiv.