Durch seinen ersten Saisonsieg hat sich Hermann Maier (AUT) das nötige Selbstbewusstsein für die anstehende Weltmeisterschaft in Bormio (ITA) geholt. Er gewann am Montag den Super-G in Kitzbühel (AUT) in der Zeit von 01:22.39 Minuten vor Daron Rahlves (USA, 01:22.41 Min.) und Fritz Strobl (AUT, 01:22.93 Min.). Bester Deutscher wurde Andreas Ertl, der auf den 24. Rang kam.

Nachgeholter Super-G
Am Montag fand der ausgefallene Super-G vom vergangenen Freitag statt. Trotz des Werktages kamen doch zahlreiche Fans an die Strecke. Wieder hatte es geschneit über Nacht und die Sicht war nicht optimal. Dennoch gab es ein spannendes Rennen in Kitzbühel mit gleichen Bedingungen für alle Athleten. Keiner von ihnen kam allerdings fehlerfrei die schwere Streifalm herunter.

Vierter Sieg von Maier
Am Besten meisterte Hermann Maier die Herausforderung. Bereits zum vierten Mal konnte er sich mit diesem Sieg in die Siegerlisten von Kitzbühel eintragen. Wurde er letztes Jahr noch knapp von Daron Rahlves geschlagen, drehte er nun den Spieß um. Mit zwei Hundertstel Vorsprung bezwang er diesmal den US-Boy. Doch auch der US-Amerikaner dürfte mit dem Ergebnis zufrieden sein. Nach seinem Sturz in Adelboden (SUI) hatte er in den letzten Wochen mit Verletzungen zu kämpfen, ist aber rechtzeitig vor der WM wieder in Topform.

Führung im Super-G-Weltcup
Mit seinem 48. Weltcup-Sieg übernahm Maier auch die Führung im Super-G-Weltcup von Bode Miller (USA). Der Flachauer hat nun 292 Punkte in dieser Wertung, Miller kommt nach seinem fünften Platz vom Montag auf 275 Zähler. In der Gesamt-Wertung aber hat Miller seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Benjamin Raich (AUT) weiter ausgebaut. Raich landete beim Super-G auf dem siebten Rang.

ÖSV-Team stark
Die beiden Rennen von Kitzbühel demonstrierten einmal mehr die Stärke des ÖSV-Teams. Nachdem sie am Sonntag bereits im Slalom ein Doppelsieg feiern konnten, gelangten auch beim Super-G einige Österreicher in die Top 15. Neben Maier, Strobl und Raich kam auch noch Stephan Görgl als Neunter sowie vier weitere Fahrer unter die besten 15.

Ertl mit Weltcup-Punkten
Einen guten Lauf zeigte DSV-Fahrer Andreas Ertl. Mit der Startnummer 48 ins Rennen gegangen, war er bis zur zweiten Zwischenzeit weniger als eine Sekunde langsamer als der Sieger. Auch im unteren Teil verlor er nicht mehr viel Zeit und landete auf dem 24. Rang. Florian Eckert verpasste als 32. knapp die Weltcup-Punkte.

Dienstag Nachtslalom in Schladming
Schon am Dienstag steht der nächste Wettbewerb für die Herren an. Dann wird der Slalom-Klassiker in Schladming (AUT) ausgetragen - wie immer als Nachtslalom. Am Samstag steht mit dem Super-G der erste Wettbewerb für die Herren bei der Weltmeisterschaft in Bormio auf dem Programm.

Stimmen zum Rennen

Hermann Maier: "Das Rennen war schon sehr knapp. In Kitzbühel muss man sich das Rennen gut einteilen und das habe ich heute gemacht. Letztes Jahr war ich drei Hundertstel zurück und dieses Jahr habe ich den Spieß umgedreht. Ich hatte viel Zug auf dem Ski im Mittelteil und hier braucht man einen guten Ski. Eigentlich kommt der Sieg eine Woche zu früh, aber ich habe ansteigende Form, das ist wichtig. Für mich ist ein Sieg in Kitzbühel so wie eine WM-Medaille. Aber der Hang in Bormio liegt mir, daher bin ich optimistisch für die WM."

Florian Eckert: "Die Sicht war okay, aber für mich war das ein Lauf zum Abhaken. Mir fehlte hier das Training. Wir haben die ganzen Tage nur herumgesessen und da bin ich noch nicht so weit, dass ich dann mit einem Kaltstart nach vorne fahren kann. Ich gehe jetzt zum Trainieren und dann kommt die WM."