Tina Maze hieß am Ende die strahlende Siegerin im Riesenslalom von Maribor. Die Slowenin gewann damit vor tausenden von begeisterten Fans und sorgte so für Volksfeststimmung im Skistadion.

Maze schon zur 'Halbzeit' vorne
Tina Maze gewann das Rennen auf dem nicht sehr steilen Hang von Maribor in der Gesamtzeit von 02.16.36 Min. vor der Italienerin Karen Putzer, die in 02.16.58 Min. gestoppt wurde. So hatte auch schon die Reihenfolge vor dem Finale ausgesehen. Der dritte Platz ging in 02.17.29 Min. an Martina Ertl (SC Lenggries), die vor dem zweiten Durchgang auf dem sechsten Rang platziert war.

Starke Leistung von Martina Ertl
Martina Ertl überzeugte in beiden Durchgängen und zeigte insbesondere im Finale ihre Kämpferqualitäten. Endlich konnte sie auch einmal die durchweg guten Trainingsleistungen im Riesenslalom in einem Rennen umsetzen und beweisen, dass sie auch in dieser Disziplin zu den besten Fahrerinnen im Weltcup zählt. Gerade in der DSV-Problemdisziplin Riesenslalom tun solche Erfolge der Mannschaft besonders gut.

Poutiainen verteidigt Führung im Weltcup
Im Gesamtweltcup verteidigt die Finnin Tanja Poutiainen die Führung mit 842 Punkten vor Renate Götschl (AUT), die 804 Punkte auf ihrem Konto hat. Martina Ertl belegt in dieser Wertung mit 443 Punkten nunmehr Platz zehn, beste DSV-Athletin ist Hilde Gerg, die mit 594 Punkten auf Platz sieben rangiert.

Viel Wind im ersten Durchgang
Die Sonne lachte zwar vom Himmel in Maribor, aber für die Athletinnen waren die Bedingungen gerade im ersten Durchgang schwierig, da sie mit wechselndem Wind von der Seite zu kämpfen hatten, der durchaus die eine oder andere Athletin regelrecht 'verblies'.

Gerg mit 'Ausflug' in den Riesenslalom
Die DSV-Mannschaft hatte am Morgen mit sechs Fahrerinnen das Rennen aufgenommen. Einzig Martina Ertl konnte sich für das Finale qualifizieren. Hilde Gerg (SC Lenggries) nutzte das Rennen als Vorbereitung für die WM-Rennen zu einem Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen. Die Speedspezialistin belegte am Ende Rang 42 und konnte sich nicht für das Finale der besten 30 qualifizieren. Doch ihr Augenmerk gilt dem Super-G und der Abfahrt und da ist der Riesenslalom an einem Wochenende ohne Speedrennen zwar eine willkommene Abwechslung, aber kein Rennen, an dem man von Hilde Gerg Wunder erwarten darf.

Nächste Chance im Slalom am Sonntag
Wenig erfreulich gestaltete sich das Abschneiden der weiteren deutschen Teilnehmerinnen. Anja Blieniger wurde 46., Annemarie Gerg (SC Lenggries) belegte Rang 47. Auch Kathrin Hölzl auf Platz 55 und Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam) auf Platz 61 hatten mit dem Finale nichts zu tun. Am Sonntag beim Slalom von Maribor gibt es aber bereits die nächste Chance für die Technikerinnen.

Stimmen
Martina Ertl: "Ich bin mit meiner Leistung heute sehr zufrieden, aber für die WM gebe ich jetzt nicht zu viel auf dieses Resultat. Ich werde weiter fleißig trainieren und dann sehen, was in Bormio herausspringt."

Wolfgang Maier, Damen-Cheftrainer: " Das war unser erster Podiumsplatz im Riesenslalom in dieser Saison. Das freut mich und Martina hat hier eine starke Vorstellung geboten."