Der Ski-Weltcup der Behinderten gastiert bei seiner Übersee-Tour derzeit in Kimberley (CAN). Dort wurde am 17. Januar unter äußerst schwierigen Bedingungen ein Super-G ausgetragen.

Eiseskälte bei Ankunft in Kanada
Nach den sehr erfolgreichen Rennen in Steamboat (USA) hat sich der Weltcuptross nach Kanada begeben. In Kimberley, das etwa vier Autostunden von Calgary entfernt liegt, sollen zwei Abfahrten und zwei Super-G durchgeführt werden. Das deutsche Team wurde bei der Ankunft allerdings ein bischen geschockt, weil Temperaturen von -35 Grad herrschten. Später wurde es bei nur noch -5 Grad deutlich angenehmer, dafür begann es jedoch zu schneien.

Nachwuchsathletinnen kehren früher nach Hause zurück
Die beiden Nachwuchsfahrerinnen Andrea Rothfuss und Theresa Kempfle sind wegen der Schule bereits nach Hause geflogen. Außerdem sollen beide aufgrund ihrer Erfolge nicht gleich in den schnellen Disziplinen 'verheizt' werden. Auch Christiane Singhammer und Frank Rimann sind aus beruflichen Gründen bereits nach Deutschland zurückgekehrt.

Gerd Schönfelder meistert schwierige Bedingungen
Bei extrem schwierigen Bedingungen mit Schneefall, Nebel und schlechter Sicht wurde am 17. Januar ein Super-G ausgetragen. Auf dem schwierigen Gelände hatten die Athleten fast ausnahmslos große Probleme. Dabei kam Gerd Schönfelder noch am Besten mit diesen Bedingungen zurecht und erreichte in seiner Klasse (der Stehenden) trotz eines nicht ganz fehlerfreien Laufes den ersten Platz. Weniger erfreulich verlief es für den Rest des Teams. Martin Braxenthaler mußte sich nach einem Fahrfehler kurz vor einem Flachstück in der Sitzenden Klasse mit dem vierten Platz zufrieden geben.

Gradwohl verpasst nach Fehler Podestplatz
Auch der sehbehinderte Gerd Gradwohl hatte nach zuerst guter Fahrt kurz vor dem Ziel einen großen Patzer und landete so nur auf Rang sechs. Ohne diesen Fehler wäre sogar der dritte Platz greifbar gewesen. Matthias Uhlig verlor ebenfalls durch mehrere Fahrfehler wertvolle Zeit und kam so nur auf den 16. Platz. Simon Voit wurde mit einer sehr verhaltenen Fahrt nur 27. und konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht bestätigen. Auch Reinhild Möller hatte in der Stehenden Klasse ihre Probleme, kam aber trotzdem noch auf den 4. Platz.