Am 15. Januar 2005 ging bei besten Wetterbedingungen auf der walliser Belalp die diesjährige Belalp-Hexenabfahrt über die Bühne. Mit dabei war auch der Weltrekordhalter im Dauerskilaufen Christian Flühr (SK Oberhausen), der in Hauptklasse bester deutscher Starter wurde.

Hexenabfahrt mangels Schnee verkürzt
Nur etwas über vier Kilometer war die diesjährige Auflage des Klassikers lang. Der Schneemangel in den Alpen hatte auch auf der Belalp seine deutlichen Spuren hinterlassen. Auf minimaler Schneedecke konnte die Abfahrt nur im oberen Streckenbereich gestartet werden. Trotzdem traten knapp 1.500 Starter aus vielen Ländern zum Rennen an. Die dünne Schneedecke forderte aber ihren Tribut, die Hexenabfahrt 2005 wurde von zahlreichen schweren Stürzen überschattet. "Die Bedingungen war zwar nicht die Allerbesten, aber ich kann nicht sagen, dass die Teilnahme ein Sicherheitsrisiko war. Die Rennpiste war perfekt präpariert", nahm Christian Flühr die Organisatoren in Schutz.

Flühr bester Deutscher in seiner Altersklasse
Flühr war mit seinem Team vom letzten erfolgreichen Weltrekordversuch im Dezember auf der Hexenabfahrt auch in der Teamwertung angetreten. Nachdem er selbst in seiner Altersklasse als bester deutscher Starter ins Ziel fuhr, waren auf der Belalp auch noch Tanja Hollerrieder (Unterneukirchen),sowie Oliver Schön und Wolfgang Denzel (beide aus Singen) am Start. Die Mannschaft erreichte dabei in der Teamwertung den 37. Rang, wobei insbesondere Tanja Hollerrieder ein tolles Rennen fuhr.

Gute Platzierung auch für Tanja Hollerrieder
Die Unterneukirchenerin, die in Christians Team normalerweise die Physiotherapeutin ist, kam als beste deutsche Starterin auf Platz 16 ins Ziel. Tags zuvor belegte sie im Gleittest noch den dritten Platz. "Das war doch ganz gut, aber ich war noch ein wenig aufgeregt bei meinem ersten Abfahrtsrennen. 211 Zentimeter lange Skier sind doch etwas Besonderes", berichtete die 19-jährige hinterher. Für Tanja war es mit Sicherheit nicht das letzte Abfahrtsrennen.

Weiteres Ziel: Gletscherabfahrt in Saas-Fee
Bei der höchsten Gletscherabfahrt im April in Saas-Fee will die Physiotherapeutin auch dabei sein. "Da haben wir im Sie + Er-Rennen eine ausgezeichnete Ausgangssituation. Zusammen mit Tanja müsste in dem Wettbewerb eine einstellige Platzierung drin sein", frohlockt Christian. Die anderen beiden Starter aus dem Team waren mit ihren Ergebnissen ebenfalls zufrieden: Oliver Schön wurde in seiner Altersklasse auf Grund seines Zeitrückstandes mit Silber ausgezeichnet, Wolfgang Denzel holte Bronze.

Nächste Herausforderung: Die 24 Stunden von Kastelruth
Nach der Hexenabfahrt ist für den deutschen Weltrekordhalter nun eine kleine Pause angesagt, am 28. Januar 2005 geht es für Flühr im italienischen Kastelruth mit dem härtesten Skirennen Europas weiter: 'Extreme 24: Die 24 Stunden von Kastelruth'.