Vor dem Rennen tippten viele Experten auf Michael Walchhofer als Sieger. Und der amtierende Weltmeister wurde seiner Favoritenstellung gerecht. Er siegte bei der Abfahrt in Wengen (SUI) in der Zeit von 02:27.05 Minuten vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber (AUT, 02:27.14 Min.) und Bode Miller (USA, 02:27.23 Min.). Bester DSV-Athlet wurde Max Rauffer (SC Leitzachtal) auf dem 27. Rang.

Perfekte Bedingungen zum Jubiläum
Die Lauberhornrennen fand in diesem Jahr zum 75. Mal statt. Und zu diesem Jubiläum spielte auch der Wettergott mit, denn am Samstag herrschten perfekte äußere Bedingungen. Die Sonne schien und die Piste war in einem hervorragenden Zustand.

Walchhofer baut Führung aus
Auf der längsten Abfahrt im Weltcup mussten die Athleten an ihre Leistungsgrenze gehen. Dies merkte auch Michael Walchhofer, der im oberen Teil eine glänzende Fahrt hinlegte, dann aber im unteren Streckenabschnitt Zeit verlor. Dennoch rettete er seinen Vorsprung ins Ziel und feierte seinen ersten Saisonsieg. Damit baute der Österreicher auch die Führung im Abfahrts-Weltcup aus.

Starkes ÖSV-Team
Neben Walchhofer konnten auch weitere Fahrer aus dem ÖSV-Lager überzeugen. Allen voran Christoph Gruber, der gerade im unteren Teil die Ideal-Linie wählte und sein bestes Resultat der Saison einfuhr. Mit dem zweiten Platz von Wengen greift er auch nach einem WM-Ticket. Dias will sich auch Hermann Maier in der Abfahrt noch sichern. Der Flachauer schaffte mit dem vierten Platz sein bis dato bestes Abfahrts-Resultat in dieser Saison. Werner Franz als Fünfter komplettierte das gute ÖSV-Mannschaftsergebnis.

Miller schlägt zurück
Der US-Amerikaner Bode Miller war der einzige Fahrer, der mit den ÖSV-Abfahrern mithalten konnte. Mit seinem dritten Rang baute er die Führung im Gesamt-Weltcup wieder aus. Sein ärgster Verfolger Benjamin Raich ging nicht an den Start und so waren die 60 Zähler, die Miller für den dritten Rang erhielt, sehr wichtig. Miller hat nun bereits die 1000 Punkte-Marke überschritten.

Italiener lassen aufhorchen - Schweizer geschlagen
Knapp zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft im eigenen Land warteten die italienischen Herren mit guten Leistungen auf. Drei von ihnen kamen unter die Top 10. Sechster wurde Kurt Sulzenbacher. Geschlagen geben mussten sich dagegen die Eidgenossen. Bei ihrem Heimrennen war Silvan Zurbriggen als 16. bester Schweizer. Besonders unglücklich verlief das Rennen für Didier Defago, der auf dem Weg zu einer Topzeit im Ziel-S stürzte und ausschied.

Rauffer und Eckert in den Punkten
Der DSV ging mit zwei Startern in das Rennen. Gröden-Sieger Max Rauffer fuhr im oberen Bereich exzellent, konnte jedoch weiter unten den Speed nicht mehr halten und wurde 27. Florian Eckert (SC Lenggies) fuhr zum ersten Mal in Wengen und kam auf den 30. Rang.