Zu einer Premiere kam es am Freitag in Wengen (SUI). Zum ersten Mal in der Geschichte des alpinen Skisports wurde die sogenannte Super-Kombination ausgetragen. Diese gewann der Österreicher Benjamin Raich in der Gesamtzeit von 02:28.37 Minuten vor Lasse Kjus (NOR, 02:28.69 Min.) und Didier Defago (SUI, 02:29.77 Min.). Vom DSV war kein Athlet am Start.

Kombination als eigenständiger Wettbewerb
In diesem Jahr wird die Kombination als eigenständiger Wettbewerb ausgetragen. Sie findet an einem Tag statt und es wird nur noch ein Durchgang im Slalom gefahren. Die Verantwortlichen versprechen sich von dieser Maßnahme mehr Chancengleichheit für die Speedfahrer. Von den Athleten wurde diese Neuerung gut angenommen, standen doch immerhin 37 Athleten zum morgendlichen Slalom am Start.

Raich wird Favoritenrolle gerecht
Schon vor dem Start der Kombination galt Benjamin Raich als Favorit. Dies bestätigte er dann auch gleich im Slalom, als er mit der schnellsten Zeit gemessen wurde. Auch in der Abfahrt gab er den Vorsprung nicht mehr aus der Hand und sicherte sich so den Sieg und 100 wichtige Zähler für den Gesamt-Weltcup. Damit kommt er dem US-Amerikaner Bode Miller immer näher, der in Wengen bereits im Slalom die Segel streichen musste. Er fuhr zu vorsichtig und fädelte zu allem Überfluss auch noch ein. Somit war für ihn die Kombination schon früh vorbei.

Kjus und Aamodt wieder stark
Traditionell stark in der Kombination sind die beiden norwegischen Routiniers Lasse Kjus und Kjetil-Andre Aamodt. Kjus konnte an seinem Geburtstag sogar bis zum Schluss auf einen Sieg hoffen. Doch am Ende verdrängte ihn Raich noch vom Spitzenplatz, doch kann Kjus mit dem zweiten Rang absolut zufrieden sein. Auch Aamodt scheint wie immer rechtzeitig vor einem Großereignis wieder in Form zu kommen. Er hielt im Slalom den Rückstand in Grenzen und verlor auch in der Abfahrt nicht viel Zeit. Dies brachte ihm den fünften Rang ein.

Walchhofer mit bester Abfahrtszeit
Bei der Generalprobe für die Lauberhornabfahrt am Samstag konnte Michael Walchhofer überzeugen. Der Österreicher verlor zwar schon im Slalom sehr viel Zeit, zeigte dann aber in der Abfahrt, dass er zu den absoluten Favoriten für den Klassiker am Samstag gezählt werden muss. Er fuhr auf der verkürzten Abfahrt deutlich die schnellste Zeit und war mehr als eine Sekunde besser als sein Teamkollege Hermann Maier. Dieser fuhr wiederum besser im Slalom und kam auf den neunten Rang. Walchhofer hatte allerdings am Ende zu viel Rückstand auf den Sieger und bekam keine Weltcup-Punkte.