Der Semmering war auch am Mittwochabend fest in österreichischer Hand. Die vielen Fans feierten ausgelassen den zweiten Erfolg von Marlies Schild (AUT), die einen Tag nach dem Gewinn des Riesenslaloms nun auch den Nachtslalom am Hirschenkogel für sich entscheiden konnte. Schild siegte mit jeweils Laufbestzeit in beiden Durchgängen in der Gesamtzeit von 01.35.49 Min. deutlich vor der Kroatin Janica Kostelic, die in der Zeit von 01.36.53 Min. gestoppt wurde und der Finnin Tanja Poutiainen (01.36.89 Min.), die vor dem Finale noch auf dem zweiten Platz gelegen hatte.

DSV-Quartett im Finaldurchgang
Vier deutsche Läuferinnen schafften am Nachmittag zunächst den Sprung ins Finale. Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam) hatte den 1. Durchgang mit Startnummer 1 eröffnet und lag vor dem Finale bereits schon auf Rang vier. Neben Martina Ertl (SC Lenggries), die vor dem zweiten Durchgang auf Rang sieben rangierte, erreichten auch Annemarie Gerg (SC Lenggries) und Maria Riesch (SC Partenkirchen) trotz fehlerhafter Fahrten auf den Plätzen 25 und 26 den Durchgang der besten 30. Dort zeigten insbesondere Monika Bergmann-Schmuderer und auch Martina Ertl, dass sie beide zur Weltspitze im Slalom gehören. Sie verteidigten beide ihre Position aus dem ersten Durchgang. Maria Riesch kämpfte sich auf Rang 19 vor, Annemarie Gerg wurde am Ende 24.

Blieninger verpasste Finale knapp
Allein die 23-jährige Nachwuchsläuferin Anja Blieninger, die am Vortag mit Platz 21. im Riesenslalom ihre ersten Weltcuppunkte überhaupt einfahren konnte, hatte Pech. Sie verpasste den Finaldurchgang nur um wenige hundertstel Sekunden und landete auf Rang 33.

Poutiainen baut Führung im Gesamtweltcup aus
Im Gesamtweltcup baut Tanja Poutiainen (FIN) mit nunmehr 626 Punkten die Führung weiter aus. Anja Pärson (SWE) folgt mit 538 Punkten vor Janica Kostelic mit 523 Punkten. Marlies Schild hat in dieser Wertung mit den zwei Siegen vom Semmering nun 337 Punkte und liegt derzeit auf Rang fünf.

Tolle Stimmung am Zauberberg
Auch zum Flutlicht-Slalom pilgerten wieder über 10.000 Zuschauer an den 'Zauberberg' vor den Toren Wiens. Die Rennen am Semmering gelten wegen der außergewöhnlichen Stimmung und der vielen Zuschauer auch als das Kitzbühel der Frauen.