Der Trainingsschnellste erwies sich auch im Rennen als nicht zu schlagen. Johann Grugger (AUT) setzte sich in der Zeit von 01.55.77 Min. auf der verkürzten Stelvio-Strecke in Bormio an die Spitze des Feldes und führte zudem die Österreicher zu einem fulminaten Vierfachsieg. Hinter Grugger belegte Michael Walchhofer in 01.56.01 Min. den zweiten Platz. Mit Fritz Strobl (01.56.43 Min.) und Klaus Kröll (01.56.47 Min.) gingen auch die Plätze drei und vier an die Mäner des ÖSV.

Viel Wind im Spiel
Alle Fahrer hatten auf der anspruchsvollen Piste mit wechselndem Wind zu kämpfen, der die Abfahrer teilweise erheblich ausbremste. Zudem spielten die beiden Skistars Hermann Maier (Platz 11) und Bode Miller (Platz 14) in diesem Rennen keine Rolle im Kampf um den Tagessieg. Im Gesamtweltcup führt indes weiterhin unangefochten der US-Amerikaner.

Rauffer auf Platz 15
Zwar konnte Max Rauffer (SC Leitzachtal) nicht an die Leistung bei seinem Sieg in Gröden anknüpfen, aber der Deutsche fuhr bei vergleichbaren Windbedingungen, wie sie auch Maier und Miller im Rennen hatten, auf einen 15. Platz, also genau in den Bereich, in dem sich Maier und Miller bei diesem Windrennen am Ende wiederfanden. Für Florian Eckert (SC Lenggries) reichte es auf der Stelvio-Strecke mit Rang 27 zu einigen Weltcuppunkten. Youngster Johannes Stehle belegte Rang 42.

Ghedina schrieb Abfahrtsgeschichte
Für Statistikfans war die letzte Abfahrt des Jahres gleichzeitig ein bedeutendes Ereignis, denn der 35-jährige Italiener Kristian Ghedina bestritt seine 151. Weltcupabfahrt und löste damit den Österreicher Peter Wirnsberger in der ewigen Bestliste ab. Wirnsberger brachte es in seiner Skikarriere auf 150 Weltcupabfahrten.

Würdige WM-Strecke
Die Stelvio-Piste von Bormio gehört zu den schwierigsten Abfahrtspisten im Weltcupzirkus und gilt allgemein als absolut würdige WM-Strecke für die Rennen bei der Weltmeisterschaft 2005. Da hingegen darf man eher wieder eine harte Piste erwarten - im Gegensatz zum Weltcuprennen.

Zielbereich noch halbe Baustelle
Wenig weltmeisterlich zeigte sich bislang der Zielbereich der Stelvio. Die dort für ca. 3500 Zuschauer gerade errichtete Tribüne wurde noch von einem Baukran geziert.

Stimmen
Johann Grugger:" Ich bin überglücklich. Ich habe bestimmt kein Pech mit dem Wind gehabt."

Michael Walchhofer: "Ich war sehr zufrieden, werde einen Großteil von meinem Preisgeld für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien spenden."

Max Rauffer: "Mein Lauf war nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Daher ist das mit dem Wind eher sekundär."

Kristian Ghedina: " Ich möchte der älteste Abfahrer werden und eine Medaille in Turin bei den Olympischen Spielen holen."