Der Riesenslalom der Damen geriet auf dem Hirschenkogel am 'Zauberberg' zu einem Freudenfest der österreichischen Fans. Sie durften den Sieg von Marlies Schild (AUT) feiern, die der nach dem ersten Durchgang führenden Tanja Poutiainen mit einem Traumlauf im Finale den Sieg entreißen konnte. Marlies Schild gewann in der Gesamtzeit von 02.15.97 Min. vor Tanja Poutiainen (02.16.08 Min.) und Elisabeth Görgl (02.17.52 Min.), die damit den ÖSV-Triumpf vervollständigte.

Nebel in der Strecke
Alle Läuferinnen hatten im zweiten Durchgang mit Nebel in der Strecke zu kämpfen. Gerade im unteren Teil der Panorama-Weltcupstrecke hielt sich der Nebel bis zum Schluss des Rennens hartnäckig.

DSV-Trio im Finaldurchgang
Drei deutsche Läuferinnen schafften am morgen zunächst den Sprung ins Finale. Neben Martina Ertl und Maria Riesch überraschte dabei die 23-jährige Nachwuchsläuferin Anja Blieninger mit einer starken Fahrt. Sie schaffte mit der hohen Startnummer 62 als 18. des ersten Durchgangs den Sprung unter die besten 30, während Annemarie Gerg nach einem Sturz ausschied. Im Finale platzierte sich Martina Ertl als beste Deutsche auf dem zehnten Rang, Maria Riesch wurde 19. Anja Blieninger erwischte einen etwas schwächeren Finaldurchgang, durfte sich als 21. aber am Ende über die ersten Weltcuppunkte ihrer Karriere freuen.

Pärson und Götschl patzen
Anja Pärson (SWE) und Renate Götschl (AUT) werden das Rennen nicht in guter Erinnerung behalten. Sie lagen vor dem Finale aussichtsreich auf den Plätzen drei und vier, aber beide schieden nach Stürzen aus. Damit verlor Anja Pärson die Führung im Gesamtweltcup auch wieder an die Fininn Tanja Poutiainen.

Riesenslalom Stand kurz vor der Absage
Der Riesenslalom am Semmering stand wegen der warmen Witterungsbedingungen im Vorfeld der Veranstaltung kurz vor der Absage. Erst am frühen Dienstagmorgen gab die zuständige Jury unter der Leitung des deutschen Rennleiters Kurt Hoch nach einer nochmaligen Pistenbegehung 'grünes Licht'. Wegen der Temperaturen über Null Grad konnte man keine Bindemittel zur Härtung der Piste verwenden, doch in der Nacht halfen den Organisatoren dann sinkende Temperaturen bei der Präparierung der Strecke. Zudem leisteten die Veranstalter hervorragende Arbeit. Das Rennen litt nicht unter einer 'brechenden' Piste.

Stimmen
Marlies Schild: "Ich kann es gar nicht glauben, dass ich einen Riesentorlauf gewinne. Aber ich bin so gut gefahren, einfach ein Wahnsinn."

Martina Ertl: "Das war ein ordentliches Rennen, viel besser als in St. Moritz, aber es geht im Training noch besser."

Anja Blieninger: "Im ersten Durchgang hat es bei mir richtig gut geklappt. Ich habe versucht Spaß zu haben und nicht an die Punkte zu denken."

Maria Riesch:"Da ich eh nach der Verletzung noch etwas unsicher bin, ist der Nebel nicht gerade förderlich für mich gewesen. Aber alle trifft es gleich."