Beim letzten skialpinen Rennen vor Weihnachten konnte die Slowenin Tina Maze den zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere feiern. Die 21-Jährige gewann in der Gesamtzeit von 02.26.99 Min. vor der Schwedin Anja Pärson (02.27.11 Min.) und der Spanierin Maria Rienda-Contreras (02.27.73 Min.).

Spannender Rennverlauf
Noch zur 'Halbzeit' hatte die Schwedin Anja Pärson die Führung inne gehabt, aber mit einem beherzten zweiten Lauf sicherte sich Tina Maze am Ende den Sieg. Indes musste die starke Kroatin Janica Kostelic im Finale nach einem Fahrfehler alle Hoffnungen auf den Sieg aufgeben. Sie schied aus.

Zweiter Riesenslalomsieg für Maze
Für Tina Maze ist dies der zweite Weltcupsieg nach dem Sieg beim Riesenslalom in Sölden 2002, den sie sich damals als eine von drei zeitgleichen Fahrerinnen mit Niki Hosp (AUT) und Andrine Flemmen (NOR) teilen musste.

Annemarie Gerg beste Deutsche
Für die DSV-Damen ist der Riesenslalom weiterhin die Problemdisziplin. Annemarie Gerg zeigte allerdings gerade im Finale, dass sie nicht nur im Slalom bestehen kann. Sie fuhr vom 29. Rang bis auf Platz 13 vor. Martina Ertl hingegen konnte sich im Finale nicht mehr verbessern. Nach einer fehlerhaften Fahrt im oberen Abschnitt der Strecke musste sich die DSV-Fahrerin am Ende mit dem 27. Platz zufrieden geben.

Riesch ausgeschieden
Einen Tag nach ihrem tollen Comeback und dem dritten Rang beim Super-G hatte Maria Riesch im Riesenslalom nicht so viel Glück. Sie lehnte sich im ersten Durchgang im Mittelteil zu sehr nach innen und rutschte dadurch weg. Die Folge war der Ausfall. Zum Glück stürzte sie auf ihre gesunde Schulter und konnte schon nach wenigen Sekunden wieder in die Kameras lächeln.

Weltcupführung wechselt
Anja Pärson übernahm mit den 80 Punkten für den zweiten Platz nunmehr die Führung im Gesamtweltcup vor der Finnin Tanja Poutiainen, die sich diesmal in St. Moritz mit dem fünften Platz begnügen musste. Pärson weist 493 Punkte auf, Poutiainen hat 486 Punkte auf Ihrem Konto. Hilde Gerg liegt hinter Janica Kostelic auf dem vierten Rang.

Stimmen zum Rennen
Annemarie Gerg: "Ich war schon froh im Finale zu sein. Ich wusste schon immer, dass ich es auch im Riesenslalom kann. Jetzt habe ich es endlich auch mal im Rennen umgesetzt."

Martina Ertl: "Ich habe oben voll attackiert, bin aber schon im flachen Teilstück weggerutscht. So ist auch der große Rückstand zu erklären."