Der 32-jährige Kanadier Thomas Grandi befindet sich im Höhenflug. Nach seinem überraschenden Sieg in Alta Badia (ITA) am Sonntag setzte er am Dienstag noch einen drauf und gewann auch den Riesenslalom von Flachau (AUT) in der Gesamtzeit von 02:15.90 Minuten vor Didier Cuche (SUI, 02:16.05 Min.) und Bode Miller (USA, 02:17.00 Min.).

Grandi mit zwei starken Läufen
Schon nach dem ersten Durchgang war Grandi auf dem zweiten Platz, und mit Laufbestzeit im Finale setzte er sich an die Spitze. Davon konnte ihn auch der Führende aus dem ersten Durchgang, Didier Cuche, nicht verdrängen. Dennoch ist der zweite Platz von Cuche ein Riesenerfolg für den Schweizer. Bode Miller wurde im Finale wieder einmal seinem Ruf als Draufgänger gerecht, zeigte er doch einen wilden Ritt und fuhr sich so noch auf den dritten Rang vor.

Hermann Maier patzt bei Heimrennen
Der Flachauer Hermann Maier (AUT) hatte sich für sein Heimrennen auf der nach ihm benannten Piste einiges vorgenommen. Nach den guten Leistungen in den vorherigen Riesenslaloms rechnete er sich sogar Siegchancen aus. Doch schon nach dem ersten Durchgang hatte er großen Rückstand und im Finale rutschte er im Mittelteil weg und verspielte so eine Top-Platzierung.

Ertl knapp am Finale vorbei
Dem einzigen deutschen Starter, Andreas Ertl, blieb der Einzug in das Finale verwehrt. Er war nach dem ersten Durchgang 31. und verfehlte so das Finale der besten 30 nur um einen Platz.

Grandi übernimmt Führung im Riesenslalom-Weltcup
Mit seinem zweiten Sieg innerhalb von 48 Stunden übernahm Grandi auch völlig überraschend die Führung im Riesenslalom-Weltcup. Er hat jetzt 280 Punkte auf dem Konto und somit 20 Zähler mehr als Bode Miller. Dritter ist Hermann Maier.

Miller im Gesamt-Weltcup weiter vorne
Der US-Amerikaner Miller ist nach seinem dritten Rang in Flachau auch im Gesamt-Weltcup weiter enteilt. Er hat nunmehr sagenhafte 858 Punkte auf der Habenseite. Damit hat er ganze 352 Zähler mehr als Benjamin Raich (AUT), der sich auf den zweiten Rang vorgeschoben hat.