Der junge Werner Franz zog bereits mit zwei Jahren seine ersten Schwünge über die heimatlichen Skipisten. In seinem Vater hatte er zugleich einen Trainer und Ansprechpartner, der den späteren ÖSV-Profi zu zahlreichen Erfolgen als Nachwuchsfahrer führte. Ein Paar Ski mit Bindung waren auch der erste Lohn für ein gewonnenes Schülerrennen.

Mit Disziplin in den ÖSV-Kader
Der Erfolg in jungen Jahren stärkte das Selbstbewusstsein und sorgte dafür, dass die kommenden Ziele hoch gesteckt wurden. Um diese zu erreichen, waren viel hartes Training und die nötige Konzentration auf die Aufgaben in einer Rennsaison notwendig. Werner Franz profilierte sich als Speed-Fahrer in den Disziplinen Abfahrt und Super-G im Weltcup nicht zuletzt durch den gezeigten Einsatz und Willen. Seit 1990 gehört er dem ÖSV-Team an.

In Gröden erstmals auf dem Weltcup-Siegertreppchen
In der Saison 1991/1992 folgten die ersten Siege im Europacup, die zugleich den Gesamtsieg in der Abfahrtsdisziplin mit sich führten. Während die folgende Rennserie keine Podestplatzierungen mit sich brachte, machte Werner Franz dann 1993/1994 mit einem zweiten Platz bei der Weltcup-Abfahrt in Gröden auf sich aufmerksam. Im Folgejahr konnte er diesen Erfolg wiederum mit einem zweiten Platz in Wengen und weiteren Top-Ten Platzierungen bestätigen.

Super-G Sieger in St. Anton 2000
Zu den Highlights der Saison 1995/1996 zählte die Österreichische Vizemeisterschaft im Abfahrtslauf, zu der sich weitere gute Platzierungen im Weltcup gesellten. Dennoch dauerte es noch bis zum Winter 1999/2000, bis Werner Franz zum ersten Mal das Podest als Sieger betrat: Beim Super-G in St. Anton konnte er einen ersten und einen vierten Platz nach Hause fahren. Als Bestätigung erzielte er in der Saison 2000/2001 den 5. Rang in der Super-G Gesamtwertung.

Rückschlag nach Trainingsunfall in Sölden
Am 29. Oktober 2001 unterbrach ein Trainingsunfall in Sölden die Karriere des Speedfahrers. Eine schwere Knieverletzung zog Werner Franz die gesamte Saison aus dem Gefecht. Durch ein aufwändiges Therapieprogramm, hartes Training und mentale Unterstützung von vielen Seiten fand er aber wieder auf die Weltcup-Pisten zurück - trotz der harten Konkurrenz im ÖSV-Team.

Materialwechsel und erneutes Verletzungspech
Mit einem Materialwechsel wollte der aktuelle Blizzard-Fahrer seit der Saison 2003/2004 wieder an alte Erfolge anknüpfen. Ein weiterer Rückschlag ereilte den Routinier aber bereits im Januar 2004: eine Schulterverletzung, nach einem Trainingssturz in Bad Kleinkirchheim, beendete die Saison vorzeitig.

Sensationelles Comeback in Val D`Isére 2004
In der Saison 2004/2005 konnte Werner Franz endlich wieder sein Leistungsvermögen voll ausschöpfen: nach ersten Weltcup-Punkten in Lake Louise mit Platz 22 stand er zum Europa-Auftakt der Abfahrer in Val D`Isére (FRA) sensationellerweise ganz oben auf dem Siegerpodest! Und auch danach bestätigte Franz seine gute Form mit einem fünften Platz in Wengen. Damit meldete sich der Österreicher eindrucksvoll in der Weltspitze zurück.

Steckbrief:
Geboren: 08.03.1972
Nation: Österreich
Heimatverein: SV Weissbriach
Größe: 177 cm
Beruf: Zimmermann
Hobbies: Golf, Motorrad, Natur geniessen
Internet: www.wernerfranz.com

Erfolge:
Werner Franz ist schon lange im Geschäft. In dieser Zeit konnte er 19-mal einen Podestplatz in einem Weltcuprennen erringen, wovon zwei Siege für den Österreicher zu Buche stehen. Es folgt ein kurzer Blick in die Erfolge, dabei werden die einzelnen Disziplinen wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, K=Kombination.

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): DH (28)
2001 in St. Anton (AUT): DH (8), SG (6)
1999 in Vail (USA): DH (6)
1997 in Sestriere (ITA): DH (DNF)

Weltcup:
2. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2000
3. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 1999
insgesamt zwei Weltcupsiege