Der US-Amerikaner ist immer für eine Überraschung gut. Immer dann, wenn man eigentlich nicht mit ihm rechnet, fährt er die besten Rennen. Ein eiserner Wille und die Bereitschaft, alles für ein gutes Resultat zu tun, zeichnen den 33-Jährigen, der in Buffalo zur Welt kam, aus.
Dabei kommt natürlich auch seine große Erfahrung zum Tragen.

Das 'Steh-auf-Männchen'
Eigentlich war 1993 schon alles aus. Nach seinem Unfall beim Downhill-Training in Japan, wo er sich zwei Rückenwirbel und das Brustbein brach, hätte niemand damit gerechnet, dass Schlopy keine zwei Jahre später wieder Rennen fahren würde. Bis zu diesem Zeitpunkt galt er als der 'Golden Boy' des US-Teams und ihm wurde eine erfolgreiche Zukunft prophezeit. Nach dem Unfall allerdings musste er den steinigen Weg über die Pro-Tour nehmen und einige Jahre Zeit und ein riesiges, persönliches Engagement aufbringen, um da hin zu gelangen, wo er heute ist.
Teilweise ohne Management oder großen Trainerstab lernte er das 'Business' so von der Pike auf und möchte diese Erfahrung nicht missen.

Bestens vorbereitet für 2001/2002
Sein Ziel war die Teilnahme an der Winterolympiade in Salt Lake City und nun geht er sogar einen Schritt weiter. "Bei Olympia," so sagt er, "geht es doch nur um die Plätze eins, zwei und drei. Nein, in Wirklichkeit geht es nur um die Nummer eins." Und das gilt genauso für Weltmeisterschaften.

Es ist alles drin
Nicht nur die Fans müssen bei diesem 'Verrückten' auf alles vorbereitet sein, sondern auch die Konkurrenz. Nicht umsonst wurde er nach dem letzten Weltcup-Rennen 2001, das er als Dritter beendete, vom Sieger Hermann Maier auf den Schultern getragen. Und Schlopy selbst sagt: "Sollte ich von Verletzungen verschont bleiben, ist das sicherlich erst der Beginn meiner Weltcup-Karriere."

WM Bronze in St. Moritz
2003 war ein gutes Jahr für den US-Boy. In dieser Saison holte er sechs Top-Ten-Platzierungen in den technischen Disziplinen. Ein Karrierehöhepunkt stellte der Gewinn der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz im Riesenslalom dar. Im folgenden Jahr musste er allerdings nach einer Knieverletzung pausieren und konnte so seine Erfolge nicht wiederholen.

Herantasten an die Spitze
In der Saison 2004/2005 schaffte Schlopy den Sprung aufs Podest nicht. Das beste Resultat blieb der sechste Platz beim Riesenslalom in Beaver Creek. In Flachau konnte er auch im Riesenslalom noch einmal unter die Top 15 fahren. Im Slalom schied Schlopy dagegen zumeist aus. Doch diese Saison müsste dem Amerikaner doch Auftrieb geben, um noch einmal anzugreifen.

Am Podium vorbeigeschrammt
Ganz knapp nur verpasste der US-Amerikaner in dieser Saison den Stockerlplatz. Nach dem Riesenslalom in Beaver Creek, der auf Platz vier endete, waren weitere Höhepunkte nur ein sechster Rang in Kranjska Gora und gegen Ende des Winters ein Achter Rang in Yongpyong. Olympia hätte für Schlopy besser laufen können, er wurde beim Riesenslalom 13.

Steckbrief
Geboren: 21.08.1972
Nation: USA
Heimatverein: Team Go
Größe: 175cm
Gewicht: 84kg
Internet: www.erikschlopy.com

Erfolge
Erik Schlopy ist schon lange mit dabei und kann bereits einige gute Platzierungen vorweisen. Unter anderem nahm der Amerikaner an zwei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. In St. Moritz gewann er Bronze im Riesenslalom. Es folgt ein kurzer Rückblick auf seinen Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen werden wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, KOS=KO-Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): GS (13)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (13)
1994 in Lillehammer (NOR): GS (34)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SL (DNF), GS:(17)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (15), GS (3)
2001 in St. Anton (AUT): SL (21), GS (DNF)

Weltcup:
2000 Bormio (ITA): GS (2)
2001 Are (SWE: GS(2)
Insgesamt 18 Top Ten Platzierungen