Nach zuletzt drei Rennen ohne Sieg hat sich Bode Miller eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim Riesenslalom der Herren in Val d'Isere (FRA) siegte der US-Amerikaner dank eines optimalen zweiten Durchgangs in der Gesamtzeit von 02:20.66 Minuten vor dem erneut starken Norweger Lasse Kjus (02:20.95 Min.) und Hermann Maier (AUT, 02:20.99 Min.).

Österreicher können Chance nicht nutzen
Noch nach dem ersten Durchgang deutete alles auf einen österreichischen Sieg hin. Gleich drei ÖSV-Athleten führten das Klassement an. Doch weder Benjamin Raich noch Christoph Gruber konnten den Hang fehlerfrei hinunter kommen. Erst der als Führender ins Finale gegangene Maier sorgte mit einem guten Lauf wenigstens für einen Podestplatz des ÖSV. Sie alle waren jedoch ohne Chance gegen einen im zweiten Durchgang wie entfesselt fahrenden Miller.

Miller baut Führung aus
Durch seinen mittlerweile fünften Saisonsieg baute Miller die Führung im Gesamt-Weltcup noch weiter aus. Mit einem vierten Rang bei der Abfahrt am Samstag und dem Sieg am Sonntag kommt er jetzt auf fast unglaubliche 630 Punkte im Gesamt-Weltcup.

Maier wieder stark im Riesenslalom
Hermann Maier entwickelt sich in diesem Jahr immer mehr zum Riesenslalomfahrer. Stimmt seine Abstimmung in den schnellen Disziplinen bislang noch gar nicht, kann er im Riesenslalom überzeugen. Nachdem er schon in Beaver Creek (USA) mit einem zweiten Rang aufhorchen ließ, konnte er diese Leistung in Val d'Isere bestätigen.

Überraschung durch Deflorian
Für eine Überraschung sorgte der Italiener Mirco Deflorian. Er konnte sich zunächst mit der hohen Startnummer 54 für das Finale qualifizieren und fuhr dort vom 24. Rang mit Laufbestzeit auf einen sehr guten fünften Rang.

Kein DSV-Fahrer im Finale
Wie schon in den beiden bisherigen Riesenslaloms der Saison konnte sich wieder kein DSV-Fahrer für das Finale qualifizieren. Andreas Ertl kam auf den 51. Rang, während Felix Neureuther nach guter Zwischenzeit im Mittelteil ausschied.