Schon häufig wurde Max Rauffer von Verletzungen gestoppt. Dennoch ließ er sich nicht von seinem Weg abbringen und ist auch nach seiner erneuten schweren Verletzung im November 2003, einem Kreuzbandriss, wieder zurückgekommen.

Weltcup-Debüt 93/94
Bereits im Dezember 1993 feierte Rauffer sein Debüt im Weltcup. Kurze zeit später holte er sich als 30. in Saalbach auch gleich seine ersten Punkte. Zum ersten Mal in die Top Ten fuhr er bei seinem Heimrennen in Garmsich-Partenkirchen, wo es zum 8. Platz reichte. Danach kam für den Bayer allerdings eine Durststrecke, denn bis zum Jahr 2000 konnte er nicht an diese Leistung anknüpfen, was allerdings auch mit Verletzungen zu tun hatte.

Podestplatz in Kvitfjell
Einen Traumlauf erwischte Rauffer bei der Abfahrt in Kvitfjell im März 2000. Er erwischte einen sehr schnellen Ski und kam zur Überraschung aller als 3. ins Ziel. Dies war umso bemerkenswerter, als das er alle Österreicher, darunter Hermann Maier und Stephan Eberharter, hinter sich lassen konnte.

Guter Start - dann Verletzung
Im kanadischen Lake Louise fand der in Kolbermoor am 08.05.1972 geborene Rauffer gleich in der ersten Weltcup-Abfahrt 2000/01 die richtige Linie und landete am Ende auf dem sensationellen 8. Platz. Endlich schien eine verletzungsfreie Zeit vor dem Oberfeldwebel aus Mittenwald zu liegen; gute Ergebnisse waren nach einer ordentlichen Vorbereitungszeit greifbar nahe. Doch dann folgte auf der ersten Trainingsabfahrt in Beaver Creek die Ernüchterung. Ein weiter Sprung - und ein stechender Schmerz im Knie. An ein Auftreten war gar nicht mehr zu denken. Der Rest ist bekannt: OP in München bei Dr. Münch; ein Meniskusschaden setzte Rauffer außer Gefecht.

Platz 10 bei der WM
Bei der WM in St. Anton zeigte der 94kg schwere Athlet aus dem DSV-Abfahrtsteam aber erneut sein Können. Unter schwierigen Bedingungen mit Startnummer 30 ins Rennen gegangen, fuhr Rauffer auf den zehnten Platz vor.

Mäßige Saison
In der Saison 2001/02 fuhr Rauffer nur viermal in die Punkte: In Kvitfjell, zweimal in Garmisch und in Val Gardena; die beste Weltcup-Platzierung der Saison war der zwölfte Platz in der Abfahrt im norwegischen Kvitfjell. Nachdem diese Saison nicht so erfolgreich begonnen hatte wie sich die Trainer das vorstellten, äußerten sie öffentlich die Überlegung, die deutschen Abfahrer in den Europacup abzustufen. Dieser Schritt wurde schließlich nicht vollzogen, und Rauffer gelang es auch zusehends, sich im weiteren Saisonverlauf unter den ersten 30 im Abfahrts-Klassement zu etablieren.

Und wieder verletzt
Die Saison 2003/2004 war - wieder einmal - gekennzeichnet durch eine schwere Verletzung. Nachdem er die Saison durchaus gut startete mit einem 9. Rang bei der Abfahrt in Lake Louise, stoppte ihn wie schon so häufig eine Verletzung. Bei der Abfahrt in Gröden verdrehte er sich das Knie und musste danach den Rest der Saison passen.

Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften
Rauffer fuhr bei den nationalen Meisterschaften konstant nach vorne. Bereits fünf Titel sammelte er in seiner Karriere in der Abfahrt und im Super-G. Hinzu kommen noch vier Vizemeister-Titel in eben diesen Disziplinen.

Sensation in Gröden
Die Saison 2004/2005 hatte ihren unbestrittenen Höhepunkt für Rauffer bei der Abfahrt in Gröden. Das spektakuläre Rennen, bei dem unter anderem ein Reh auf der Piste den Rennbetrieb unterbrach, konnte der Deutsche überraschend für sich entscheiden. Nach vielen Jahren der Verletzungen und Medien-Schelte für Rauffer war dies der Lohn für die harte Arbeit, die der Deutsche in seinen Beruf steckt. Auch wenn er diesen Triumph im weiteren Verlauf der Saison nicht bestätigen konnte, so kann ihm diesen Sieg keiner mehr nehmen.

Rücktritt vor der Saison 2005/06
Kurz vor dem alpinen Weltcup-Auftakt in Sölden gab Rauffer dann jedoch überraschend seinen Rücktritt vom Skirennsport bekannt. "In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mein Körper nicht mehr unbegrenzt belastbar ist", so Rauffer zu seinem Entschluss.

Steckbrief
Geboren: 08.05.1972
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Leitzachtal
Größe: 185cm
Gewicht: 96kg
Beruf: Sport-Soldat
Hobbies: Wasserski, Radfahren, Motorradfahren, Tauchen, Golf
Internet: www.max-rauffer.de

Erfolge:
Rauffer erreichte seinen ersten Weltcup-Punkt als 30. bei einer Abfahrt in Saalbach Hinterglemm (AUT) 1994. Das Podium erklomm er zuerst 2000 in Kvitfjell (NOR), wo er Dritter in der Abfahrt war. In Bormio bestritt der Speed-Spezialist am 29.12.1993 mit einer Abfahrt sein erstes Weltcuprennen. Es folgt ein kurzer Rückblick auf seinen Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen werden wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, KOS=KO-Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (34), SG (22)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SG (DNF), DH(18)
2003 in St. Moritz (SUI): DH (DNF), SG (DNF)
2001 in St. Anton (AUT): DH (10), SG (16)
1996 in Sierra Nevada (SPA): DH (30), SG (24)

Weltcup:
Sieg bei der Abfahrt in Gröden 2004
3. Platz Abfahrt in Kvitjfell 2000
vier weitere Top Ten Platzierungen