Der Deutsche Skiverband (DSV) kann sich über den ersten Saisonsieg freuen. Bei der zweiten Abfahrt in Lake Louise (CAN) konnte Hilde Gerg ihrer Favoritenrolle gerecht werden und siegte in der Zeit von 01:36.01 Minuten vor Renate Götschl (AUT, 01:36.16 Min.) und Olympiasiegerin Carole Montillet-Carles (FRA, 01:36.20 Min.).

Wieder schwere Bedingungen
Erneut hatten die Damen mit schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen. Wie am Freitag war die Sicht erneut schlecht und auch die Windböen taten ihr übriges dazu. Doch die Damen ließen sich davon nicht beeindrucken und zeigten ein spannendes Rennen.

Gerg mit 19. Weltcup-Sieg
Nach den guten Leistungen im Training und dem dritten Platz bei der Abfahrt am Freitag legte Hilde Gerg am Samstag noch einen drauf und feierte ihren 19. Weltcup-Sieg. Trotz der schlechten Sicht riskierte Gerg alles und war damit 15 Hundertstel Sekunden vor Götschl. Die Speed-Queen aus der Steiermark hatte im oberen Teil einen schweren Fehler und verspielte so den Sieg. Mit einer rasanten Fahrt im unteren Abschnitt erkämpfte sie sich aber noch den zweiten Rang und damit ihren ersten Podestplatz der Saison.

Haltmayr wieder stark
Auch Petra Haltmayr fuhr wieder ein hervorragendes Rennen und landete am Ende auf dem siebten Rang. Nach dem sechsten Platz am Vortag - ihre beste Platzierung im Weltcup seit drei Jahren - war dies erneut eine Top 10-Platzierung. Die weiteren gestarteten DSV-Damen konnten nicht unter die besten 30 fahren. Isabelle Huber kam auf den 33. Platz, während sich Regina Häusl mit dem 43. Rang zufrieden geben musste. Huber hatte im Sommer mit einer Krankheit zu kämpfen und wird im Laufe des Winters sicherlich wieder weiter nach vorne fahren. Die beiden Nachwuchsfahrerinnen Ellen Hild und Stefanie Stemmer schieden aus.

Freitagssiegerin auf Rang fünf
Erneut stark fuhr die Siegerin des Vortages, Lindsey Kildow aus den USA. Sie kam bei der zweiten Abfahrt auf den fünften Rang, knapp hinter der Österreicherin Brigitte Obermoser. Auch Technik-Spezialistin Janica Kostelic (CRO) sorgte mit Platz zehn für eine Überraschung. Unglücklich verlief das Rennen für Alexandra Meissnitzer (AUT), die stürzte und damit nicht in die Punkte kam.