Eigentlich ist Tanja Poutiainen eine Siegfahrerin im Slalom, doch beim zweiten Riesenslalom der Saison in Aspen (USA) zeigte sie, dass mit ihr im WM-Winter 2004/2005 auch in dieser Disziplin zu rechnen ist. Sie gewann in der Zeit von 02:12.49 Minuten vor der Schwedin Anja Pärson (02:12.58 Min.) und der wiedererstarkten Kroatin Janica Kostelic (02:12.64 Min.). Beste DSV-Athletin war Martina Ertl auf dem fünften Platz (02:13.45 Min.) Sie war die einzige DSV-Starterin, die das Finale erreichte.

Schwierige Verhältnisse
Die Damen mussten den Riesenslalom bei schwierigen Verhältnissen absolvieren. In der Nacht schneite es noch in Aspen und auch während des Rennens war die Sicht alles andere als optimal. Die Streckenposten waren noch bis kurz vor Rennbeginn damit beschäftigt den Schnee beiseite zu räumen. Zusätzlich blies den Damen ein starker Wind um die Ohren. Dies machte zahlreichen Fahrerinnen enorm zu schaffen, allein im ersten Durchgang fielen elf Rennläuferinnen aus. Im Verlauf des Finales wurde die Sicht aber zunehmend besser.

Poutiainen mit famosem zweiten Lauf
Das Finale der besten 30 war bis zur letzten Fahrerin enorm spannend. Die Österreicherin Marlies Schild war 12. nach dem ersten Durchgang, legte dann im entscheidenden Lauf aber eine wahre Glanzleistung hin. Ihre Führung hielt bis zur drittletzten Läuferin, Janica Kostelic. Die Kroatin scheint immer besser in Schuss zu kommen und wurde in Aspen Dritte. Auf dem zweiten Platz reihte sich am Ende die Seriensiegerin des letzten Winters, Anja Pärson, ein. Die Schwedin musste sich zwar diesmal mit dem zweiten Rang zufrieden geben, war aber nicht sonderlich enttäuscht darüber.

Martina Ertl wieder gut drauf
Vom DSV gingen vier Athletinnen an den Start. Doch lediglich Martina Ertl konnte sich für das Finale qualifizieren. Sie lieferte zwei saubere Durchgänge ab und wurde am Ende gute Fünfte. Dies Platzierung gelang ihr auch schon in Sölden. Nachdem Maria Riesch verletzungsbedingt absagen musste, versuchten Annemarie Gerg, Petra Haltmayr und Kathrin Hölzl die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Weitere DSV-Fahrerinnen ohne Glück
Doch die drei Läuferinnen hatten mit ihren hohen Startnummern jenseits der 50 jedoch kaum Chancen auf das Erreichen des Finales. Und so kam es dann auch. Keine der Drei fuhr unter die Top 30. Haltmayr beendete das Rennen auf dem 44. Rang, Hölzl reihte sich auf Platz 49 ein und Gerg wurde 51.

Zwei Slaloms folgen
Nach dem Riesenslalom folgen in Aspen noch zwei Slaloms, die am Samstag und Sonntag ausgetragen werden. Dort geht dann der Zweikampf Pärson-Poutiainen in die nächste Runde.