Der Abfahrts-Olympiateilnehmer Marco Sullivan (24), der bereits die letzte Saison aufgrund einer Knieverletzung aussetzen musste, hat erneut Probleme mit seinem rechten Knie. Er wird in der Weltcup-Saison 2004/2005 nicht an den Start gehen können, erklärte ein Sprecher des U.S. Ski Teams. Sullivan, der nach eigenen Aussagen bei den Olympischen Spielen 2006 mitfahren will, wird am heutigen Dienstag in Kalifornien operiert werden.

Sturz beim Training
Vor fast einem Jahr, am 04. Dezember 2003, erlitt Sullivan im Training einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung. Letzte Woche ein erneuter Rückschlag: Während des Trainings in Tignes, Frankreich verletzte er sich das rechte Knie erneut. Sullivan verließ Frankreich und flog am Wochenende nach Hause. "Während meines Super-G-Trainings war es sehr neblig", sagte Sullivan. "Ich stürzte über eine Bodenwelle und rutschte auf der Hüfte weiter. Dabei hat es mir den Ski verschlagen und das Knie verdreht. Ich wußte sofort, dass ich verletzt war, allerdings nicht, wie ernst es wirklich war. Ich fuhr außerhalb der Piste weiter und merkte dabei schnell, dass ich nicht weiterfahren sollte."

Motivator Olympia
"Die Ärzte sagten, dass die Verletzung aus dem letzten Jahr komplett verheilt ist, das ist schon einmal gut. Ich war für ein paar Tage ziemlich 'down', aber die Olympischen Winterspiele sind ein großer Motivator", so Sullivan über seine Pläne. "Ich nutze sie als Motivation und plane, nächste Saison wieder zurück zu sein. Ich bin immer noch relativ jung und weiß, dass ich wieder zurückkommen kann!" Der amerikanische Super-G-Champion des Jahres 2002 fügte hinzu, dass er sich bei einem Junioren-Weltcuprennen 2000 das linke Kreuzband gerissen hatte und seitdem mit zwei neuen, künstlichen Kreuzbändern fährt. "Der Doktor sagt, diese wären stärker als die normalen. Ich weiß, was ich von der Reha zu erwarten habe und ich bin hochmotiviert, im olympischen Winter wieder da zu sein."