Der US-Amerikaner Bode Miller hat nach zwei nahezu perfekten Läufen den Riesenslalom von Sölden gewonnen. Er siegte in der Zeit von 02.16.44 Minuten vor Massimiliano Blardone (ITA, 02.17.61 Min.) und Kalle Palander (FIN, 02.17.92 Min.). Der DSV schickte mit Andreas Ertl und Christian Wanninger zwei Athleten ins Rennen, die allerdings beide nicht das Finale erreichten.

Erneut Traumwetter auf dem Gletscher
Wie auch schon am Tag zuvor fanden die 15.000 Zuschauer auf dem Rettenbachferner traumhaftes Wetter vor. Sonnenschein pur und drei Grad plus begleiteten die Fahrer auf ihrer Fahrt auf dem sehr steilen Kurs in Sölden. Die Piste war wieder perfekt hergerichtet, doch wie schon gestern hatten die Läufer mit den hohen Startnummern dann doch mit immer mehr Rippen zu kämpfen.

Miller überragend
Wie im Vorjahr lieferte Bode Miller auch zum Auftakt der Weltcup-Saison 2004/2005 eine Galavorstellung ab. Er hatte schon nach dem ersten Durchgang fast eine Sekunde Vorsprung und baute diese Führung im Finale sogar noch einmal aus. Am Ende lag er sagenhafte 1,17 Sekunden vor dem zweitplatzierten Italiener Blardone. Auch mit seinem neuen Material scheint der US-Fahrer keine Probleme zu haben und wird in dieser Form ein ganz heißer Favorit auf den Sieg im Gesamt-Weltcup sein.

Österreicher wieder nicht auf dem Podest
Auch beim zweiten Rennen in Sölden gelang es keinem ÖSV-Fahrer, auf das Siegerpodest zu klettern. Nachdem bereits gestern die Damen es versäumten, eine Athletin unter den besten Drei zu platzieren, scheiterten am Sonntag auch die Herren an dem Versuch. Bester Fahrer war Hans Knauss auf dem fünften Rang. Benjamin Raich und Hermann Maier mussten die Dominanz von Miller anerkennen und kamen lediglich auf die Plätze 13 bzw. 15.

Schönfelder mit großem Satz
Im zweiten Durchgang konnte sich ÖSV-Fahrer Rainer Schönfelder noch weit nach vorne fahren. War er nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 18 zu finden, so fuhr er nach einem fulminanten Lauf im Finale noch auf den sechsten Rang. Ein tolles Resultat für den Slalom-Spezialisten.

Ertl knapp gescheitert
Viel Pech hatte DSV-Fahrer Andreas Ertl. Er ging mit der Startnummer 53 ins Rennen und legte eine solide Fahrt hin. Es reichte zu dem Zeitpunkt zum 30. Rang. Doch kurz vor Ende des ersten Durchgangs schaffte es der Japaner Akira Sasaki, den Deutschen noch zu verdrängen. Damit war Ertl 31. und verpasste das Finale um vier Hundertstel. Auch Christian Wanninger war bei seinem zweiten Weltcuprennen ohne Fortune. Er schied nach einem Torfehler im ersten Durchgang aus.