Ski2b: Wie verlief deine Vorbereitung in Sommer?
Monika Bergmann-Schmuderer: Die Vorbereitung auf die Saison war relativ gut. Wir waren in Neuseeland zum Überseetraining, wo sehr gute Bedingungen herrschten und so kamen wir auch super zum Skifahren. Und jetzt in den letzten Wochen beim Training auf den Gletscher waren die Schneebedingungen zwar nicht so prickelnd, aber es war ja auch nirgendwo anders besserer Schnee. Insgesamt kann man eigentlich sagen, dass alles recht gut lief und ich bin auch gesundheitlich topfit und habe keine Probleme.

Ski2b: Du bist in dieser Saison zu Head gewechselt. Wie bist Du dort zufrieden mit dem Material?
Monika Bergmann-Schmuderer: Das ist alles sehr gut - super Material. Ich bin von Anfang an bestens mit dem Material zurecht gekommen und bin direkt gut zum Fahren gekommen. Das Head-Material stellt mich wirklich zufrieden und ich bin auch schnell damit unterwegs.

Ski2b: Auf welche Disziplin wirst Du Dich in diesem Winter konzentrieren? Weiterhin auf den Slalom oder möchtest Du auch den Riesenslalom verstärkt angehen?
Monika Bergmann-Schmuderer: Mein Augenmerk wird auf jeden Fall auf den Slalom gerichtet sein. Aber ich versuche durch die 400-Punkte-Regel, die mich gleich hinter den ersten 30 starten lässt, auch im Riesenslalom mal zum Fahren zu kommen. Leider klappt es jetzt in Sölden nicht, aber vielleicht dann bei dem ein oder anderen Riesenslalom im Laufe der Saison.

Ski2b: Welche Ziele hast Du Dir für diese Saison gesteckt?
Monika Bergmann-Schmuderer: Ich glaube, jeder nimmt es sich irgendwann einmal vor, einen Weltcup zu gewinnen, denn sonst bräuchte man gar nicht an den Start gehen. Im Slalom ist es halt immer so, dass man schauen muss, wie es läuft, da dort immer alles so schnell geht und man kann so schnell daneben stehen oder eben auch einmal ein Rennen gewinnen. Ich hoffe demnach einfach, dass ich ein wenig Glück haben werde und die Form passt, dann wird es schon gut gehen.

Ski2b: Gibt es eine Strecke im Weltcup, die Du besonders gerne fährst und auf der Dir das Skifahren besonders viel Spaß machst?
Monika Bergmann-Schmuderer: Ich fahre sehr gerne in Lienz Slalom, natürlich weil ich da auch gute Ergebnisse erzielt habe. Das ist eine meiner Lieblingsstrecken, weil es ein sehr kopierter Hang ist. Da ist ein Flachstück drin, ein Steilstück, mittelsteile Passagen, einfach alles, was man beim Skifahren so können muss, sie ist sehr vielseitig und es ist alles drin, was man so braucht. Sehr gerne mag ich auch die Strecke am großen Arber, weil ich dazu eine ganz besondere Verbindung habe, da ich dort aufgewachsen bin.

Ski2b: Stichwort 'aufgewachsen', wie bist Du denn eigentlich zum Skifahren gekommen?
Monika Bergmann-Schmuderer: Ich komme aus einer Region, aus dem Bayerischen Wald, die eine große Tradition im Skilauf hat. Wir haben den Großen Arber und ich erninnere mich, dass damals die Winter noch so waren, dass es zwei bis drei Meter Schnee gehabt hat und da ist man dann einfach zum Skifahren gegangen. Und so ist dann über die Vereinsarbeit, wir waren etwa 20 Kinder, das eine zum anderen gekommen. Im Winter hat es bei uns einfach dazu gehört skizufahren und so war das bei mir dann auch später noch.

Ski2b: Was würdest Du den Nachwuchs-Skifahrern mit auf den Weg geben, die auch einmal in den Weltcup vorstoßen wollen?
Monika Bergmann-Schmuderer: Das wichtigste ist, dass man Freude hat, an dem was man tut, also vor allem am Skifahren. Die Kälte darf kein Problem darstellen und man muss sich gerne bewegen, das ist einfach das Hauptaugenmerk in jeder Sportart. Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann darf man auf keinen Fall verzagen, sondern muss es einfach weiterhin probieren und dann klappt das schon irgendwann.

Ski2b: Besten Dank für das Interview und viel Glück.
Monika Bergmann-Schmuderer: Ich danke auch.