Die fünf Herren des Deutschen Skiverbandes (DSV) zeigen sich kampfbereit. Nicht zu unrecht: Die Leistungen des vergangenen Winters lassen auf weitere Erfolge hoffen. Vor allem die von Verletzungspech geplagten Eckert und Rauffer hoffen, dieses Jahr wieder angreifen zu können.

Rückblick auf die vergangene Saison
Auf sich aufmerksam machte der Newcomer im deutschen Team, Felix Neureuther. Der erst 20-jährige konnte im vergangenen Winter seine Leistungen stabilisieren. Nach verkorkstem Beginn mit einigen Ausfällen fuhr er danach auf Platz sieben in St. Anton und auf den achten Rang in Madonna. Mit dieser Leistung gelang ihm die Qualifikationen für das Weltcup-Finale, wo es für Platz 20 reichte. Sehr zufrieden mit seinen Leistungen konnte Alois Vogl sein. Nach einigen Jahren des Misserfolges fuhr er sowohl im Weltcup als auch im Europacup gute Ergebnisse ein. Sein Start in dieses Jahr hätte optimaler kaum laufen können: Nach dem Sieg im Europacup-Slalom in Les Menuires (FRA) fuhr er im Weltcup in Flachau mit einem sensationellen zweiten Durchgang und Laufbestzeit auf einen sechsten Rang - das zweitbeste Resultat seiner Karriere. Diese Kunststück gelang ihm in Schladming erneut.

Wieder da
Nur besser kann es diese Saison für Florian Eckert und Max Rauffer werden. Die Spezialisten für die schnellen Disziplinen stoppte immer wieder das Verletzungspech. Rauffer erwischte einen guten Saisonstart mit einem 9. Rang bei der Abfahrt in Lake Louise, verdrehte sich aber bei der Abfahrt in Gröden das Knie und musste den Rest der Saison passen. Florian Eckert hatte zwei Jahre nach seiner schweren Verletzung in der letzten Saison sein Comeback gefeiert, allerdings noch nicht ganz den Anschluss an die Weltspitze geschafft.

Ausblick auf die Saison 2004/2005
Cheftrainer Werner Margreiter ist zusammen mit Slalom- und Riesenslalom-Trainer Josef Hanser guter Hoffnung, dass sich sein Jüngster in der kommenden Saison von seiner besten Seite zeigen wird. In Topform sollte der eine oder andere Platz auf dem Treppchen für Neureuther durchaus drin sein. Vor allem, da er sein Abitur im Sommer erfolgreich abgeschlossen hat und sich nun völlig auf den Skisport konzentrieren kann. Zweites Ass im Ärmel ist der Routinier Alois Vogl, der gute Chancen auf Top-Platzierungen besitzt. Vorteil der beiden Weltklasse-Läufer ist die bessere Ausgangssituation in dieser Saison, sie starten um die Plätze 20 herum, letztes Jahr waren es noch Start-Nummern um die 50.

Überraschungen in der Abfahrt möglich
Auf der Abfahrtsseite und im Super-G können Florian Eckert und Max Rauffer durchaus überraschen: Beide haben schon gezeigt, dass sie das Potenzial für vordere Platzierungen haben. Rauffer profitiert dabei zudem von seiner Erfahrung. Eckert ist zwar noch nicht wieder zu hundert Prozent fit, aber unter dem Abfahrts- und Super-G-Trainer Christian Huber auf dem Weg zu alter Form.

Der Kader
  • Florian Eckert

  • Andreas Ertl

  • Max Rauffer

  • Felix Neureuther

  • Alois Vogl