Die acht Damen des Deutschen Skiverbandes (DSV) wollen diese Saison mit vereinter Frauenpower die Plätze auf dem Stockerl stürmen. Neben den 'alten Hasen', die der Erfolge noch lange nicht müde sind, liegen die Hoffnungen zudem auf dem Shooting-Star und Nachwuchstalent Maria Riesch.

Rückblick auf die letzte Saison
Die 19-jährige Riesch hatte die alpine Sportwelt im letzten Winter in Erstaunen versetzt. Die Krönung gelang beim Weltcup-Finale in Sestriere, wo sich das Ausnahmetalent noch unter die besten Drei im Gesamt-Weltcup schob. Besonders die Vielseitigkeit verblüffte, schaffte die Abiturientin doch drei Siege in drei Disziplinen und in der deutschen Sorgensparte Riesenslalom den Sprung auf Platz vier beim Rennen in Maribor. In den technischen Disziplinen zeigte sich Monika Bergmann-Schmuderer in guter Form. Im Slalom-Weltcup sicherte sie sich den dritten Platz und verpasste in Arber nur knapp ihren ersten Weltcup-Sieg. Auch ihre erfahrene Kollegin Martina Ertl stieg im Slalom dreimal auf's Treppchen und gewann gleich das Auftaktrennen, den Riesenslalom in Sölden. Slalom-Spezialistin Annemarie Gerg zeigte konstante Leistungen und verfehlte beim Slalom in Lienz (AUT) als Vierte nur knapp das Podest.

Gerg top im Speed-Bereich
In den Top-Ten-Ergebnissen von Abfahrt und Super-G fehlte der Name Hilde Gerg selten. In der Abfahrt in Cortina war sie die Schnellste, in Veysonnaz siegte sie im Super-G. Überrascht war darüber vor allem sie selbst, da sie im März 2003 noch am Kreuzband operiert worden war. Eine steigende Formkurve nach schwachem Saisonstart zeigte Petra Haltmayr. Sie konnte sich in zwei Disziplinen unter den ersten 30 platzieren und qualifizierte sich somit für das Weltcup-Finale in Sestriere (ITA). Isabell Huber verpasste in der Abfahrt von Haus nur knapp den Sprung auf's Treppchen und erreichte ihr selbst gestecktes Ziel - die Qualifikation für das Saisonfinale in Sestriere. Verletzungspech dagegen hatte wieder einmal Regina Häusl, die sich im Training zur Abfahrt in Haus (AUT) einen Kreuzbandriss zuzog und für den Rest der Saison ausfiel.

Der Ausblick auf 2004/2005
Für die kommende Saison hoffen viele auf ein erneutes sportliches 'Feuerwerk' von Maria Riesch. Dennoch sollte die Messlatte für die 19-Jährige nicht zu hoch angelegt werden, rät auch Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier. Maier wird weiterhin für den DSV seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen und dabei tatkräftig von seinen Kollegen Andreas Fürbeck (Trainer Abfahrt/Super-G) und Mathias Berthold (Trainer Slalom/Riesenslalom) unterstützt, die sich im letzten Winter bewährt haben. Speed-Spezialistin Regina Häusl hat sich für die kommende Saison vor allem die WM in Bormio zum Ziel gesetzt und hofft, bis dahin auch wieder auf altem Fitness-Stand zu sein.

Ertl und Gerg greifen wieder an
Neben Maria Riesch werden sicherlich die beiden Routiniers im Kader zu beachten sein. Hilde Gerg und Martina Ertl haben sich für die kommende Saison eine Menge vorgenommen und wollen gerade bei der WM nach einer Medaille greifen, nachdem es bei den letzten Weltmeisterschaften nicht nach Wunsch lief. Dies ist für alle Athletinnen der Höhepunkt des Winters und die Chancen stehen gut, dass die DSV-Damen den Tiefpunkt von St. Moritz 2003 vergessen machen lassen. Doch auch im Weltcup wollen die Skirennläuferinnen ganz vorne mitmischen und für positive Schlagzeilen sorgen. Dort werden auch die Nachwuchskräfte wie Kathrin Hölzl und Stefanie Stemmer eingesetzt, die bei einigen Rennen Weltcup-Luft schnuppern sollen.

Der Kader
  • Monika Bergmann-Schmuderer

  • Martina Ertl

  • Annemarie Gerg

  • Hilde Gerg

  • Petra Haltmayr

  • Regina Häusl

  • Isabelle Huber

  • Maria Riesch