Ihr 'Ja-Wort' hätte prominentere Zeugen nicht haben können. Unter den Augen der gesamten österreichischen Skistars heiratete die frühere Kleinwalsertaler Ski-Rennläuferin Steffi Schuster ihren langjährigen Lebensgefährten Bernhard 'Barnie' Hatzer.

Privates Glück
1999 hat für die Weltcupläuferin im sportlichen Bereich die Sternstunde geschlagen: WM-Bronze im Abfahrtslauf von Vail ließ sie in die Geschichtsbücher des Skirennsports einziehen. Jetzt folgte das private Highlight - ihre Hochzeit. Das wollten sich natürlich die Kollegen und Freunde nicht entgehen lassen: Anita Wachter zusammen mit ihrem Mann Rainer Salzgeber, Michaela Dorfmeister und Renate Götschl - die zugleich Trauzeugin war - Hubert Strolz und Atle Skardahl (Norwegen), Brigitte Obermoser und Karin Köllerer.

Der 'gute Geist'
Dass sie alle, samt des früheren Trainers Karl Frehsner ihre ehemalige Mannschaftskameradin mit unter die Haube bringen wollten, hatte auch damit zu tun, dass Steffi Schuster jahrelang der 'gute Geist' und auch der 'Kummerkasten' im österreichischen Nationalteam war.

Vizekanzler zu Gast
Mit Vizekanzler Hubert Gorbach und Bürgermeister Werner Strohmaier als Vertreter des Walsertals stand auch politische Prominenz auf der Gästeliste. Nach der kirchlichen Trauungszeremonie ging es für Gorbach als Kanzler-Repräsentant allerdings gleich weiter zu einem Fußball-Länderspiel der Österreicher. Ihm entging damit immerhin das imposante Dessert-Büfett, das der extra von Hotelier Hermann Haller aus Wien bestellte Patissier des weltberühmten Hotels Sacher kreiert hatte.

Braut entführt
Zwei Stunden lang wusste der Bräutigam nicht, wo seine frisch Angetraute geblieben war. Der andere Walser Skistar Markus Eberle hatte die Braut kurzerhand entführt. Walser Brauch ist es, jungen Paaren zum Abschluss der Feier 'heimzuleuchten'. So geschah es auch in Riezlern, wo Lichterglanz und Fackelschein den nächtlichen Weg zum Haus gleich am Skilift erhellten. Zum krönenden Abschluss trug der Ehemann seine Frau durch ein brennendes Herz über die Türschwelle.

Quelle: Allgäuer Zeitung.