Ski2b.com: Der Winter steht auch für das Völkl-Freeskiing Team vor der Tür. Welche Events werden für das Team die Highlights in der Saison 2004/2005 werden?
Alex Zika: In diesem Winter stehen einige große Events für uns an. Der Höhepunkt wird sicherlich wieder der Rip Curl Freeski Event in Les Diablerets (CH) werden, der vom 4. bis 7. November stattfindet. Dies ist der große Höhepunkt des Jahres, da es einfach der größte Event in Europa ist. Los geht es allerdings schon eine Woche früher mit dem FIS Halfpipe Weltcup in Saas Fee, den einige der Jungs fahren werden. Dies ist ein guter Event für die Freeskier, da sie dort Völkl repräsentieren können. Der Hauptaugenmerk wird bei uns jedoch nicht auf die Weltcups gelegt, sondern auf die einzelnen Events.
Weitere Highlights sind das 'Stomp and Style' in Österreich Ende Januar, das von Völkl Österreich organisiert wird sowie das Big Air Masters Mitte März in Wengen in der Schweiz, das von Völkl International durchgeführt wird. Diese beiden Veranstaltungen sind natürlich große Ziele, da sie von Völkl organisiert werden.
Desweiteren stehen natürlich noch die X-Games und die US Open als Veranstaltungen in Übersee an, bei denen wohl zwei bis drei unserer Jungs mitmachen werden.

Ski2b: Welche Fahrer des Völkl-Teams werden denn im kommenden Winter groß auftrumpfen Ihrer Meinung nach?
Alex Zika: Im Bereich New School setzen wir große Erwartungen in Lars Veen aus Norwegen und Nico Zacek aus Deutschland, die auch schon letztes Jahr z.B. bei den X-Games mit dabei waren. Sie werden wohl auch bei den nächsten X-Games am Start sein. Außerdem sind die beiden Freerider Andrea Binning (AUS) und Stian Hagen (NOR) zwei weitere Athleten, die für Glanzlichter im Winter 2004/2005 sorgen können. Magnus Loo aus Schweden ist im Bereich New School/Big Mountain sicherlich ein besonderer Freeskier, der mit Tricks im Big Mountain Gelände für Furore sorgt.

Ski2b: Die Völkl Volvo Challenge hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Event entwickelt. Was erwarten sie in diesem Jahr von dem Spektakel?
Alex Zika: Ich denke, in diesem Jahr wird es noch heftiger abgehen, denn der Event hat sich mittlerweile auch international herumgesprochen in der Szene. Es ist einfach eine krasse Veranstaltung für alle, die sich gut im Berg bewegen. In diesem Jahr werden wieder viele Stars aus der Freeskiing-Szene dabei sein.
Auf der anderen Seite ist es auch wichtig für Völkl, da es new-school Demonstrationen von Völkl geben wird. Das ist dann unser Part, um den interessierten Besuchern etwas zu bieten.

Ski2b: Völkl engagiert sich besonders im Bereich Freeskiing, jedoch nicht im Skicross. Wie ist das zu erklären?
Alex Zika: Wir distanzieren uns ganz bewusst vom Skicross, da wir glauben, dass dies lediglich ein abgeänderter Alpin-Wettkampf ist, bei dem es einfach etwas lockerer zugeht. Unserer Meinung nach fehlt der Bezug zum Freestyle oder Freeride.

Ski2b: Wo geht denn Ihrer Meinung nach der Trend hin beim Freeskiing?
Alex Zika: Ich denke, dass der Trend weg vom Park und rein ins Gelände geht. Beim Freeriding kann man die Geländekuppen ausnutzen und das Gelände auf natürliche Weise entdecken. Das Schlagwort, welches sich in der letzten Zeit immer mehr durchgesetzt hat ist 'Fake landen und Fake fahren im Tiefschnee'. Das ist der Renner momentan, der alle beschäftigt. Es ist jetzt mit den breiteren Skiern endlich möglich, einen großen, weiten Sprung zu machen um dann im Tiefschnee zu landen und weiterzufahren.

Ski2b: Welche Skier sind denn die Highlights bei Völkl in der Saison 2004/2005 im Bereich Freeskiing?
Alex Zika: Da gibt es zunächst den Big Mountain Ski Sanouk, der ganz breit und ganz weich ist mit einer Art Schwalbenschwanz am Ende des Skis. Dieser ist ideal für Tiefschneefahren und auch für nicht so geübte Skifahrer wird dort das Fahren zum Vergnügen.
Wer besonders gerne Tricks im Tiefschnee ausprobieren und fahren will, dem kann ich den Gotama empfehlen. Er funktioniert nach dem Prinzip 'breit mit geringer Taillierung' mit dem Twin Tip System, d.h. der Ski ist hinten genauso aufgebogen wie vorne. Dieser Ski ist ideal für das Gelände.
Als dritten Ski haben wir noch den Karma als Highlight im Programm. Er ist ein Allround-Ski und ideal für den Park. Er ist besonders geeignet für Halfpipe, Rails und das Gelände. Der Ski ist im Snowboard- und Skateboard-Design gehalten und daher optisch extrem gelungen, und dazu ist er noch sehr funktionstüchtig.

Ski2b: Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück im kommenden Winter.
Alex Zika: Ich danke auch.