Zürich sollte am Wochenende vom 24. bis 26. September 2004 zum Treffpunkt der weltbesten Freestylesportler werden. Zunächst verlief auch alles nach Plan, bis am Samstag die Schneerampe an der Landiwiese in sich zusammenbrach. Verletzt wurde niemand, doch der Reihe nach ...

Eins, zwei, freestyle.ch - der Startschuss
Das große Fliegen begann am Freitag abend. Um 20.00 Uhr eröffneten die Snowboarder der 'Tirol Friday Night' mit ihren Trainingssprüngen das 10. freestyle.ch. Die Helden auf Snowboards, Freeskis, FMX-Bikes und Skateboards regierten auf der Landiwiese. Erstmals gab es bereits am Freitag Schnee auf dem Big Air. Die eingeladenen Riders dankten mit fetten Sprüngen über der prall gefüllten Landiwiese. Die besten Schweizer und Österreicher Snowboarder und Freeskier sprangen schließlich um die letzten Startplätze für den am Samstag beginnenden Hauptcontest. Bereits am Nachmittag hatte sich die Schweizer Streetskateszene für die Vorqualifikation aufgewärmt. Diese musste aufgrund kurzen Nieselregens und somit nassen Obstacles auf Samstag um 14.00 Uhr verschoben werden. Die Landiwiese mit ihren Ständen, Zelten, Tribünen, Bars und vor allem gigantischen Rampen glich einer großen
Freestyle-Arena direkt am Ufer des Zürichsee.

Styles und Action an der Tirol Friday Night
Die 20 besten Snowboarder und die neun besten Freeskier aus der Schweiz und Österreich sprangen um fünf respektive Startplätze für den Hauptcontest. Mit Tricks auf hohem Niveau, stylischen Rotationen und langen Grabs, haben die Riders den Judges keine leichte Aufgabe gestellt. Mit einem sauber gestanden 'frontside 720 Nosegrab' hat sich Jonas Emery (SUI) am Snowboard Big Air Contest der 'Tirol Friday Night' auf das oberste Treppchen katapultiert. Des weiteren haben sich Fredi Kalbermatten (SUI), Thomas Brunner (SUI), Stephan Maurer (SUI) und Sani Alibabic (AUT) für den Hauptcontest qualifiziert. Bei den Freeskiern haben sich die beiden Schweizer Matthias Menzli und Evariste Berney punktgleich durchgesetzt. Sie alle hatten nun die Chance, sich fürs Finale zu qualifizieren. Selbst Nicolas Müller, einer der Favoriten für den Titel freestyle.champ zeigte sich beeindruckt vom starken Teilnehmerfeld. Seine persönlichen Erwartungen: "Ich möchte einen guten Contest erleben und das Publikum für den Winter motivieren. Vor allem aber soll die Sonne scheinen."

Der Schock am Samstag
Am Samstag Nachmittag sollten eigentlich die Qualifikationen in allen Disziplinen stattfinden. Die Crossover Air Session, das große Samstagabend-Highlight, bringt die Snowboarder, Freeskier und FMX-Biker normalerweise zusammen, um den disziplinenübergreifenden König der Lüfte, den crossover.champ, zu erküren. Doch am Samstag morgen um neun Uhr geschah das Unerwartete: Die Landung des Big Air (Schneerampe) an der Landiwiese ist teilweise in sich zusammengebrochen. Verletzt wurde dabei niemand, dennoch hat das Organisationskomitee den Contest sofort abgesagt und das Gelände absperren lassen.
After Burner Party als Abschluss
So gab es für die 'Freestyler' nur noch die Vorfreude auf die After Burner Party, die dann am Samstag Abend trotz des 'Zwischenfalls' stieg. So konnten die Freestylesportler den Schock, der ihnen noch tief in den Knochen saß, schnell vergessen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich die Ursachen für das Zusammenbrechen des Big Air schnell klären, damit das 11. freestyle.ch im nächsten Jahr wieder glimpflicher über die Bühne gehen kann!

Weitere Informationen gibt es unter
www.freestyle.ch.