Ski2b.com: Hallo Wolfi! Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und nach Deiner erfolgreichen letztjährigen Saison nähert sich der Winter unaufhörlich. Wie hast Du den Sommer verbracht und wie lief Deine Vorbereitung in Hinblick auf die Skier-Cross Saison 2004/2005 ab?
Wolfi Auderer: Der Sommer war eher stressig für mich. Ich arbeitete zu Hause im Betrieb mit und auf der Bungybrücke im Pitztal. Ich konnte das ganze im Endeffekt mit dem täglichen Training jedoch ganz gut verbinden. Ich war Biken, Kajak fahren und in der Kraftkammer.

Ski2b: Wie sah oder sieht Dein Trainingsablauf konkret aus?
Wolfi: Mein Tagesablauf war immer etwas individuell zu gestalten. Je nachdem, was in der Arbeit zu tun war. Mehr als etwa zwei Stunden Training, viermal die Woche, ging leider nicht. Durch den Kreuzbandeinriss, den ich mir letztes Jahr zugezogen habe, ist das Mountainbike zu meinem Haupttrainingsgerät geworden. Die Kajakeinheiten dienten auch als Vorbereitung auf den Dolomitenmann in Lienz, bei dem ich im Team Salomon mitgemacht habe.

Ski2b: Wie bewertest Du die Entwicklung des Skier Cross in den letzten Jahren und wohin - glaubst Du - führt sie? Ist Skier Cross vielleicht bald beliebter als Abfahrtslauf oder Riesenlslalom oder wird gar zur olympischen Disziplin? Die Events werden ja immer professioneller und haben immer weniger Eigenschaften vom typischen Freeskiing; sondern werden vielmehr gut organisiert, vermarktet und stoßen auf gute Resonanz? Wie sieht Deine Einschätzung diesbezüglich aus?
Wolfi: Skiercross muss mehr in den Medien präsentiert werden, dann hat Skiercross eine große Zukunft vor sich. Es wird immer verschiedene Meinungen geben, und jeder Fan wird selber entscheiden, wo er am meisten Spaß hat zuzuschauen. Ich hoffe sehr, dass auch Skiercross olympisch wird, ich kann mir nichts Besseres für diese junge Sportart vorstellen. Es gibt nach wie vor Rennen, die das Freesking noch haben, wie der White Rush am Krippenstein. Im Weltcup ist seit zwei Jahren die FIS dabei, somit ergibt sich automatisch eine ständige Steigerung der Professionalität. Außerdem kann man in Hinblick auf die Sicherheit der Läufer nie zuviel tun, wie beispielsweise sturzsichere Räume.

Ski2b: Gibt es Weiterentwicklungen im Streckenbau, was zeichnet Deiner Meinung nach eine gute Skier Cross Strecke aus?
Wolfi: Weiterentwicklungen wird es hoffentlich immer geben. Die Strecke sollte überholfreudig sein und Sprünge sollten immer mit einer Landung im Steilen enden. Dadurch wird es noch spektakulärer für die Zuschauer.

Ski2b: Welche Ziele hast Du Dir für den Winter gesetzt, wo willst Du überall starten?
Wolfi: Ich habe mir vorgenommen, die Crossmaxserie in Österreich wieder zu gewinnen und im Weltcup durchzustarten. Außerdem möchte ich den White Rush nicht auslassen.

Ski2b: Danke, dass Du kurz Zeit für ein Gespräch gefunden hast! Wir wünschen Dir, dass Du Deine Ziele in die Realität umsetzen kannst!
Wolfi: Dankeschön!