Werner Margreiter blickt der Weltcup-Saison optimistisch entgegen. Der Chef der alpinen Herrenmannschaft des DSV ist sich sicher, dass vor allem von den Technik-Spezialisten Alois Vogl und Felix Neureuther einiges zu erwarten ist:
"Heuer könnte es sein, dass einer im Slalom ganz nach vorn fährt", sagte Margreiter im Trainingslager im österreichischen Loipersdorf.

Eckert ist fit
Nachdem Florian Eckert, der Überraschungsgewinner der Bronzemedaille der WM 2001 in St. Anton, nach vielen verletzungsbedingen Rückschlägen in dieser Saison endlich wieder die komplette Saison bestreiten wird, ist Margreiter auch von ihm überzeugt: "Hält das Knie, ist er wieder dabei. Der nächste Schritt wären Platzierungen zwischen 5 und 15." Eckert selbst ist da noch ein bißchen zurückhaltender und will keine zu großen Hoffnungen wecken: "Erstmal ist es für mich ein Erfolg, dass ich in dieser Saison wieder Abfahrt fahren kann. Wenn ich jetzt sagen täte, ich könne Rennen gewinnen, wäre das überzogen. Irgendwann ist es das Ziel, aber es muss nicht dieses Jahr sein", sagte der Bad Tölzer.

Neureuther optimistisch
Neureuther, der zur Zeit mit einer Entzündung des Herzbeutels zu kämpfen hat und mit dem Training aussetzt, rechnet sich ebenfalls einiges für sich und Slalom-Kollege Vogl aus: "Ich glaube schon, dass der Alois und ich in die drei reinfahren können, wenn es passt", sagte der 20-Jährige. In der Slalom-Gesamtwertung will er unter den besten 15 landen. "Das ist locker drin", sagte Neureuther.

Weitere Spitzenfahrer Mangelware
Nach dem Trio kommt allerdings lange erstmal nicht viel bei den deutschen Alpin-Herren. Das Leistungsgefälle zu den führenden Alpin-Nationen sei immer noch sehr hoch, so Margreiter. "Es hat sich von den Voraussetzungen wenig geändert. Es sind immer noch die gleichen Wenigen. Es dauert, bis Qualität nachkommt", sagte der Österreicher. Für die WM im italienischen Bormio (28. Januar-13. Februar 2005) stelle sich das Team quasi von alleine auf. "Wir werden nicht in die Lage kommen, dass wir einen übersehen", so Margreiter.

Quelle: Kölnische Rundschau, dpa