Martin Marinac aus Gaschurn wurde am 15. Juli 1979 geboren.
Der Österreicher, der neben aktiven Rennsport auch noch staatlicher geprüfter Diplomskilehrer ist, konnte 1999 bei den nationalen Jugendmeisterschaften das erste Mal von sich Reden machen, als er den dritten Rang erreichte. Zudem gewann er zum Ende des Jahres zwei FIs-Rennen im Paznauntal und legte den Grundstein für den Weg in den Weltcup.

Starkes Weltcup-Debüt von Marinac
Der Hobby-Kletterer Marinac, dessen Stärken in den technischen Diszilpinen liegen, tastete sich langsam durch den Europacup an die Besten heran. Erstes richtig gutes Ergebnis war dort der dritte Rang beim Riesenslalom in Damuels. Kurz darauf legte er im Europacup so eine starke Serie hin, dass der ÖSV um eine Nominierung für ein Weltcup-Rennen nicht mehr herum kam. Marinac hatte in sieben Rennen fünf Mal das Treppchen erreicht, als viermaliger Zweiter aber leider einen Sieg jeweils hauchdünn verpasst. Beim Slalom in Kitzbühel hatte Marinac dann also sein Weltcup-Debüt. Und das verlief geradezu sensationell, Marinac fuhr zwei enorm starke Läufe und belegte am Ende den zehnten Platz. Was für ein Auftritt des jungen Österreichers!

Laufbestzeit in Schladming
In der Saison 2002/2003 gehörte Martin dann zum festen Weltcup-Kader des ÖSV und hielt dem Druck zunächst sehr gut Stand. In Sölden wurde er 14., in Park City 12., dan kamen jedoch ein paar erfolglose Rennen für ihn. Erst nach dem 21. Rang in Kitzbühel hatte er seine Top-Form wiedergefunden und schaffte beim Schladminger Slalom sein bestes Weltcup-Resultat, einn sechsten Platz. Und was für einen, denn er hatte sich nur als 27. für den zweiten Lauf qualifiziert, legte dann aber so einen Husarenritt auf die Piste, dass er sich mit Laufbestzeit bis auf den sechsten Rang nach vorne schob. Diesen Lauf wird Marinac so schnell wohl nicht vergessen.

Noch kein Durchbruch
In der Saison 2003/2004 gelang ihm noch ein neunter Platz in Flachau und mehrere Top 15 Platzierungen, zu mehr reichte es auch im folgenden Jahr leider nicht. Doch Martin wird im Laufe der nächsten Jahre bestimmt wieder angreifen, so wie im zweiten Durchgang in Schladming. Denn sollte Marinac einmal die guten Passagen während eines Laufes zusammenbringen könnte, ist er ein Kandidat für das Podium.

Weiter hoffen auf die großen Resultate
Auch in der Folgesaison gelang es dem Österreicher nicht, sein Talent so umzusetzen, dass es für einen Podiumsplatz gereicht hätte. Verlief der Winter anfangs noch recht schleppend, sah es ab Mitte Januar schon wieder um einiges besser aus. Passable Resultate im Slalom sowie ein zweiter Platz bei den Österreichischen Juniorenmeisterschaften in Hinterstoder stimmen für den WM-Winter 2006/2007 optimistisch.

Steckbrief:
Geboren: 15.07.1979
Nation: Österreich
Größe: 173 cm
Hobies: Klettern, Biken, Wandern
Web: www.martinmarinac.at

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Österreichers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-21. im Slalom 2003
Drei Top Ten Platzierungen