Jonna Mendes kam am 31. März 1979 auf die Welt. Bereits früh fand sie ihr Lieblingselement: Den Schnee!
"Ich liebe die Geschwindigkeit", entdeckte Jonna vom 'Himmlischen Ski-Verein' bereits in dieser Zeit. Seitdem gilt ihre Liebe dem Super-G und Abfahrtslauf.

Mit 16 Jahren zweimalige US-Jugendmeisterin
Bereits 1995 wurde Mendes doppelte Jugendmeisterin der USA, damals war sie in der Abfahrt und auch im Slalom erfolgreich. Nachdem sie 1997 bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Schladming das Podest im Super-G knapp verpasste, durfte sie in Mammoth Mountain an ihrem ersten Weltcup-Rennen teilnehmen. Sie schlug sich gut und wurde 31., war also nur knapp an den Punkten vorbeigeschlittert.

Zweimalige Junioren-Vizeweltmeisterin
Ihre ersten Weltcup-Punkte erfuhr sich Mendes dann zu Beginn des Winter 1997/1998 in Lake Louise, als sie 26. wurde. Doch so richtig trumpfte sie dann erst bei den Olympischen Spielen in Nagano auf, als sie als eine der Jüngsten die Plätze 17. in der Abfahrt und 14. in der Kombination erreichte. Dieses positive Erlebnis in Japan nahm sie mit zu der Junioren-WM in Megeve (FRA). Dort wurde sie Vize-Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt. Mendes wollte weiter voll angreifen, schaffte es im Weltcup jedoch nicht, ihre besten Leistungen zu zeigen. Anders bei den Großereignissen. Bei der Junioren-WM 1999 verteidigte sie ihren zweiten Platz, musste sich aber wieder einer Österreicherin geschlagen geben, dieses Mal war Kerstin Reisenhofer schneller als das US-Girl.

Vom Podestplatz verdrängt
1999/2000 verlief eher durchschnittlich für Mendes, zwar steigerte sie ihr bestes Weltcup-Ergebnis auf den 12. Platz (Abfahrt in St. Moritz), die ehrgeizige Amerikanerin hatte sich aber insgesamt mehr erhofft. Zum Beispiel einen sechsten Rang, den sie zum Beginn des Winters 2000/2001 in Lake Louise erreichte. Dort war sie nicht weit weg von einem Platz auf dem Podest, doch verdrängten sie die Italienerinnen und die Französinnen noch vom begehrten Platz drei.

Mendes gewinnt Bronze bei der WM 2003
Jonna Mendes fuhr mehrere Top Ten Ränge ein, konnte jedoch bis zur WM in St. Moritz noch nicht einmal das Treppchen erreichen. Kurz vor der WM war sie aber schon in Cortina d´Ampezzo mit einem fünften Platz aufgefallen. Und dann erwischte sie ausgerechnet bei der WM zwei super Tage. Sie gewann hinter Michi Dorfmeister und ihrer Teamkollegin Kirsten Clark Bronze im Super-G, für sie persönlich wohl die größte Überraschung. Und auch der sechste Rang in der Abfahrt war ein Riesenerfolg für Mendes und eine gern genommene Zugabe. Die Strecke in St. Moritz scheint ihr zu liegen, denn trotz durchschnittlicher Leistungen in der gesamten Saison 2003/2004 schaffte sie dort wieder einen fünften Platz, die mit Abstand beste Platzierung in diesem Winter.

Mittelmaß im Weltcup
Auch in der Saison 2004/2005 reichte es für Mendes zu keiner Top-Platzierung. Ihre bestesn Resultate waren zwei 15. Plätze, während sie bei der WM in Bormio immerhin den 12. Rang in der Abfahrt erreichte. Zum Abschluss des Winters konnte Mendes aber noch einmal glänzen und siegte bei einem Abfahrtsrennen im NorAm-Cup in Mammoth Mountain. Dies sollte ihr Selbstvertrauen für die olympische Saison geben.

Rücktritt nach schwacher Saison
Doch auch im Olympiajahr lief es nicht rund für die Anerikanerin. Nur zweimal fuhr sie im Weltcup in die Punkteränge vor, doch Rang 19 und 29 reichten nicht für die Olympia-Qualifikation. Nach dieser Saison erklärte Mendes nach zehn Jahren im Weltcup im Alter von 28 ihren Rücktritt vom Skisport.

Steckbrief:
Geboren: 31.03 1979
Nation: USA
Heimatverein: Heavenly Ski Club

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der US-Amerikanerin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (11), SG (16)
1998 in Nagano (JAP): SG (32), DH (17), K (14)

Weltmeisterschaft:
2005 in S.Caterina (ITA) : DH (12)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (3), DH (6)
2001 in St. Anton (AUT): SG (18, K (9), DH (20)
1999 in Vail (USA): SG (26), DH (25), K (10)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-13. im Super-G 2003
Weltcup-Disziplinen-16. in der Abfahrt 2003
Zehn Top Ten Platzierungen