Libby Ludlow wurde am 26. August 1981 geboren. Bereits früh, im Alter von 17 Jahren, und nachdem sie erst einmal zum Rennen fahren in Europa gewesen war, feierte sie ihren ersten Weltcup-Auftritt bei der Abfahrt in Mammoth Mountain.

Einige Jahre zur Eingewöhnung
Bis zur Saison 2001/2002 fuhr Ludlow, die sich auf die schnelle Disziplinen Abfahrt und Super G spezialisiert hat, FIS-Rennen, Europacup und North-American-Cup. Ihr zweites Weltcup-Rennen fuhr sie dann wieder in Nordamerika, diesmal in Kanada in Lake Louise. Doch mehr als der 58. Platz sprang damals noch nicht heraus. Doch so langsam tastete sie sich im Europacup an die besten Nachwuchsfahrerinnen heran. Und zum Beginn der Saison 2002/2003 war es dann wieder in den USA, wo sie ihr drittes Weltcup-Rennen fuhr. Und diesmal gelang ihr der Sprung unter die besten 30. Auch wenn es nur hauchdünn war, denn sie wurde 29.!

Langsam baute Ludlow Speed auf
Libby gelang es zunehmend besser, ihre Speed auch auf die Piste zu übertragen. In Val d´Isère wurde sie schon 18. und hatte nur noch knapp 1,5 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Fast bei jedem Rennen fuhr sie nun unter die Top 30, konstant, jedoch ohne große Ausreißer nach oben. Mehr als der 16. Platz in Innsbruck war noch nicht drin für die 22jährige aus Bellevue (WA).
In Zweierschritten tastete sich Ludlow auch in der Folgesaison vor. Nach dem 18. und dem 16. folgte nun der 14. Rang, diesmal in Veysonnaz. Beim Sieg von Hilde Gerg fehlten wieder nur 1,5 Sekunden auf ein Podiumsplatz.
Die zunächst beste Weltcup-Platzierung holte sich Libby dann in Are (Schweden), dort wurde sie Elfte und hoffte als eine der wenigen Nachwuchstalente in den Speed-Disziplinen auf eine große Karriere. Kurz vor dem Winter wechselte sie zu Fischer Ski.

Der große Durchbruch ließ auf sich warten
Auch auf den neuen Skiern gelang es ihr nicht, der Saison 2005/2006 ein persönliches Highlight zu verleihen. Bei einigen Rennen fuhr sie in die Punkte, teilweise erreichte sie einen Platz unter den ersten Zehn, darunter ein Siebter beim Super G in Bad Kleinkirchheim und ein Neunter in Hafjell. Bei ihrem einzigen Olympiarennen im Super G in San Sicario kam sie über den 28. Rang nicht hinaus.

WM-Neunte in Are
Wer nun auf einen weiteren Aufschwung von Ludlow gehofft hatte, sah sich getäuscht. In den kommenden Saisonen blieb die Amerikanerin TopTen Ergebnisse schuldig, einzig bei der WM in Are gelang ihr ein neunter Platz im Super-G. Auch 2007/2008 blieb sie nur in einigen Rennen in den Punkten, ein Fortschritt war nicht zu erkennen. Daraus zog Ludlow schließlich die Konsequenzen, sie beendete mit 26 Jahren ihre Karriere, um Yoga-Trainerin zu werden.

Steckbrief:
Geboren: 26.08.1981
Nation: USA
Heimatverein: Crystal Mtn. Alpine Club

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der Nordamerikanerin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): SG (28)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): DH (23)
2007 in Are (SWE): SG (9), DH (23)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Elfte im Super-G 2006
Weltcup-Disziplinen-25. im Super-G 2004
9. Platz im Super-G in Hafjell 2006
7. Platz im Super-G in Bad Kleinkirchheim 2006
10. Platz im Super-G in Lake Louise 2005