Kurt Engl ist seit 1996 im Kader des ÖSV. 1998 wurde er österreichischer Jugendmeister im Super-G und Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Slalom in Megeve. In der österreichischen Phalanx (die ersten vier Plätze gingen an die 'Ösis') wurde Engl hinter Benni Raich und Mario Matt Bronzemedaillengewinner.

Stärke der Vielseitigkeit
Zum Anfang der Karriere des Mannes aus dem Gasteiner Tal startete Engl noch in allen Disziplinen. Und das auch sehr erfolgreich, denn bei der Junioren-WM im Jahr 1999 in Pra Loup-Le Sauze konnte er ungewöhnlicherweise Zweiter in der Abfahrt und im Slalom werden, jeweils nur geschlagen von Klaus Kröll und Massimiliano Blardone. Doch wie so oft, der Sprung aus einer erfolgreichen Jugendzeit in die Weltcup-Karriere verläuft meist nicht so wie geplant.

Startschwierigkeiten im Weltcup
Drei Rennen im Weltcup der Saison 1999/2000 waren zum Reinschnuppern für den noch jungen Österreicher, in der Saison darauf hatte er jedoch keine Chance mehr, sich noch einmal dort zu profilieren. Und auch im Europacup lief es nicht nach Maß, einziger Lichtblick in diesem Jahr war für Engl der Gewinn der Österreichischen Meisterschaft im Slalom.

Die 'Upper Class' des Slalom-Sports
Nach einigen Fehlversuchen war es dann der Slalom in Kitzbühel 2003, der Engl seine ersten Weltcup-Punkte bescherte. Endlich einmal gelangen ihm zwei saubere Läufe und ein zwölfter Platz. Und wie so häufig, wenn der Knoten einmal geplatzt ist, dann ist der Misserfolg Vergangenheit. Engl fuhr in Shiga Kogen auf den 18. Rang und war auch zu Beginn des Winter 2003/2004 in guter Form, als er 15. und 17. werden konnte. Das Top-Ergebnis gelang ihm dann in St. Anton. Der fünfte Rang im Slalom war ein Riesen-Erfolg für den 25-Jährigen, der sich aber leider von seinen Teamkollegen Mario Matt und Rainer Schönfelder von Platz drei verdrängen lassen musste. Am Ende fehlten ihm nur sieben Hundertstel zu dem Platz auf dem Podium, und doch war Engl der Sprung in die 'Upper Class' des Slalom-Sports gelungen.

Weitere Top Ten-Ergebnisse
In dieser Saison zeigte sich Engl bei den Slaloms in Flachau und Wengen stark und erreichte einen siebten und einen achten Platz. Weitere Plätze unter den ersten 20 sorgten dafür, dass sich Engl für das Weltcupfinale in Lenzerheide qualifizieren konnte. Dort schied er im ersten Durchgang zwar aus, doch war das Erreichen schon ein kleiner Erfolg für den Österreicher.

Kein Grund zum Jubeln
Der Olympiawinter lief für den Österreicher alles andere als gut. Er schloss in der ersten Saisonhälfte kein Weltcuprennen ab. Erst ein vierter Platz bei den nationalen Juniorenmeisterschaften schien ihm erneut etwas Auftrieb zu geben, so dass er den Weltcupslalom in Shigakogen wenigstens einmal als Elfter beenden konnte.

Steckbrief:
Geboren: 16.01.1979 in Dorfgastein
Nation: Österreich
Heimatverein: WSV Dorfgastein
Größe: 180 cm
Hobbies: Golf

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Österreichers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): K (DNF)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-23. im Slalom 2005
Drei Top Ten Platzierungen