Christel Pascal, geboren am 6. Oktober 1973, ist bereits seit 1994 im Weltcup aktiv. Beim Slalom in Sestriere feierte sie ihr Weltcup-Debüt, und bereits kurz darauf war sie stolze Inhaberin von Weltcup-Punkten, denn in Meribel fuhr sie auf den 13. Platz, der bereits der erste Erfolg ihrer Karriere war.

Siebter Rang in Crans Montana
Im Winter 1995/1996 war Pascal bei über 50 Rennen am Start, aber im Weltcup konnte sie keine zwei konstanten Läufe am Hang bringen. Nur einmal schaffte sie einen 20. Platz. Anders im darauffolgenden Winter. Dort gelang ihr gleich beim ersten Saisonrennen eine siebter Rang in Crans Montana. Doch auch diese Saison war noch nicht eine ihrer besten, denn mehr als ein 18. Rang bei der WM in Sestriere und zwei 19. Plätze im Weltcup-Zirkus wollten bei ihr nicht herausspringen.

Was für eine Saison
Nach vielen verkorksten Rennen bahnte sich 1999 langsam wieder eine Formverbesserung von Christel Pascal an. Einem 16. Rang in Berchtesgaden ließ sie einen siebten in St. Anton folgen. Doch was dann zu Beginn der Saison 1999/2000 folgte, war von niemandem erwartet worden. In Copper Mountain (USA) gewann sie zeitgleich mit Spela Pretnar aus Slowenien den Slalom und war damit die Überraschung der Saison. Denn dieser Sieg war keine Eintagsfliege, vielmehr hatte sie innerhalb eines Jahres einen überaus großen Leistungssprung erfahren und konnte in der Saison folgende Ränge belegen: Siebte, Fünfte, Dritte, Vierte, Zweite, Zweite, Vierte, Zweite, Fünfte! Eine Super-Saison für die Französin, am Ende war sie Zweite des Slalom-Weltcups.

Vizeweltmeisterin Pascal-Saioni
Und auch die folgenden Jahre hielten viele Erfolge für die hart arbeitende Pascal parat. Nach einigen Podestplatzierungen im Laufe der Saison 2000/2001 war es das Saisonhighlight, bei dem sie wieder in absoluter Top Form war. Bei der WM in St. Anton wurde sie Vizeweltmeisterin im Slalom hinter Anja Pärson: Der größte Erfolg ihrer Karriere!

Keine Podiumsplätze mehr
Seit dieser Zeit ist Pascal als Slalom-Ikone Idol in ihrem Land und konnte sich als Top-Fahrerin etablieren. Auch wenn sie in den letzten Jahren keine Podestplatzierung erreichen konnte, Christel Pascal ist dennoch ein französische Ski-Star. Ihr letzter Erfolg im Weltcup war der zweite Platz am Semmering Ende 2002. Bei der WM in Bormio 2005 konnte sie aber eine weitere Medaille gewinnen und zwar beim Teamwettbewerb, der erstmals in Italien ausgetragen wurde.

Kaum eine Zielankunft und keine Olympiateilnahme
Nach anfänglichen guten Platzierungen im Nord Amerika Cup wollte es anschließend bei den Weltcup-Slaloms gar nicht mehr klappen. Ihrem Ehrgeiz ist vielleicht auch mit zuzuschreiben, dass die Französin bei den Weltcups alles auf eine Karte setzte und daher nur ein einziges Rennen beendete. Lediglich als 25. heimste sie ein paar Weltcuppünktchen beim Slalom in Spindleruv Mlyn ein.

Summ, summ summ
Christel 'Kiki' Pascal bezeichnet sich selbst als "Arbeitsbiene, kämpferisch, aber auch freundlich und offenherzig". Wenn sie sich allerdings einer Gegnerin im Rennen geschlagen geben muss, wird sie zur 'Killerbiene'. Sie kann nur sehr schlecht verlieren, ist manches Mal zu besessen.

Steckbrief:
Geboren: 06.10.1973
Nation: Frankreich
Heimatverein: Doua/Pra Lou
Größe: 169 cm
Gewicht: 62 kg

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der französischen Vizeweltmeisterin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF), GS (25)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): Team (3), SL (12)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (12)
2001 in St. Anton (AUT): SL (2), GS (7)
1999 in Vail (USA): SL (18)
1997 in Sestriere (ITA): SL (18)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Zweite im Slalom 2000
Weltcup-Disziplinen-Vierte im Slalom 2003
Weltcup-Disziplinen-Sechste im Slalom 2001 und 2002
Ein Weltcup-Sieg, insgesamt neun Podestplatzierungen