Als blutjunge Amerikanerin feierte Resi Stiegler bereits kurz nach ihrem 17. Geburtstag ihr Weltcup-Debüt. Und dieses verlief mehr als sensationell, denn Stiegler wurde am Ende Elfte und konnte sofort ihre ersten Weltcup-Punkte verbuchen. Mit Startnummer 61 war sie ins Rennen gegangen, hatte sich als 20. für den zweiten Lauf qualifiziert und legte dann noch eine fantastische Fahrt hin, so dass am Ende der elfte Rang herauskam.

Mit 17 zur WM
Mit gerade einmal zwei Weltcup-Rennen auf dem Buckel durfte Stiegler dann zur WM nach St. Moritz anreisen. Und auch dort fuhr die 'junge Wilde' sehr stark, wurde Zehnte in der Kombination und 19. im Spezialslalom. Mit 17 Jahren ein großer Erfolg und sammelte schon früh wertvolle Erfahrung bei einem Großereignis.

In der Weltspitze etabliert
In ihrer zweiten Weltcup-Saison konnte sich Stiegler auf Anhieb in der Weltspitze etablieren. Mit ihrer einwandfreien Technik und der Angriffslustigkeit erfuhr sie sich drei dreizehnte Plätze in den Slalomrennen von Lienz, Madonna di Campiglio und Sestriere, zudem zwei 17. Ränge in Megeve und Levi. Highlight ihrer Saison war jedoch der achte Platz beim Slalom in der Region Arber (GER). Dort fehlten ihr lediglich acht Zehntel Sekunden zum Platz auf dem Treppchen. Schade, dass die Junioren-WM 2004 so gar nicht ihr Terrain war und sie mit schwachen Platzierungen wieder abreisen musste.

Immer für ein Tänzchen zu haben
Auch in der Saison 2004/2005 führte Stieglers Weg weiter Richtung absolute Weltspitze im Slalom. Sie fuhr konstant in die Punkte und auch erneut unter die besten zehn. Dass sie mittlerweile auch in der Abfahrt bestehen kann, zeigte sie in San Sicario, als sie in der Kombination überraschend auf den achten Rang kam. Immer häufiger bekommen die Fans nun das Tänzchen zu sehen, welches Stiegler nach gelungenen Läufen zelebriert. In der Zukunft dürfen sich die Anhänger der jungen Amerikanerin auf mehr davon freuen, denn der erste Podestplatz von Stiegler lässt sicherlich nicht mehr lange auf sich warten.

2005/2006 Anschluss an die Großen nicht verloren
In der ersten Hälfte des Winters lief nicht alles nach Plan, doch bei ihrer ersten Olympiateilnahme kam mit einem elften Platz in der Kombination ihr großes Potential zum Vorschein. Das gute Resultat in Italien beflügelte Stiegler sogar in solchem Maße, dass sie beim Weltcup-Slalom in Are (SWE) das Podium nur um Haaresbreite verpasste und sich mit Tanja Poutiainen den vierten Platz teilte. Bezwungen wurde die junge Amerikanerin mit österreichischen Wurzeln nur von namhaften Kolleginnen wie Kostelic, Schild und Pärson.

Podium bleibt verbaut
Und auch in der weiteren Folge sollte die extrovertierte Amerikanerin den Sprung auf das Siegerpodest verpassen. 2006/2007 gab es erneut vierte und fünfte Plätze sowie Rang acht bei der WM in Are, im Jahr darauf noch einmal Rang vier auf der Reiteralm. Doch immer waren mindestens drei andere schneller.

Comeback ohne Fortune
Dann folgte ein Jahr verletzungsbedingter Auszeit. In deren folge kam Stiegler nicht mehr an das alte Leistungsniveau heran. Platz 15 beim Slalom in Spindlermühle blieb das beste Resultat.

Steckbrief:
Geboren: 14.11.1985 in Jackson Hole
Nation: USA
Heimatverein: Park City/Jackson Hole
Gewicht: 65 kg