Drago Grubelnik wurde am 15. Januar 1976 in Ribnica geboren. Der Slowene feierte sein Weltcup-Debüt 1996 beim Riesenslalom in Sölden, konnte jedoch bei seinen ersten Auftritten in der Königsklasse noch keine Erfolgserlebnisse vermelden.

Der Weg nach oben ist steinig
Doch schon bei den Rennen in Shigakogen (JAP) fuhr Grubelnik zwei Mal in die Punkteränge. Beim Riesenslalom wurde er noch auf Rang 27 geführt, verbesserte sich im Slalom sogar auf den 19. Platz.
Seine einzige Wertung in der Saison 1997/1998 war der 25. Rang in Schladming. Bei insgesamt 12 Auftritten eine eher magere Ausbeute des jungen Slowenen. Doch durch dieses Negativerlebnis ließ sich der kämpferische Grubelnik keineswegs aus der Bahn werfen.
Auch als er in den ersten drei Rennen des folgenden Winters nicht ins Ziel kam, blieb er konzentriert. Und dass zahlte sich beim Slalom in Aspen aus, als er endlich einmal zwei Läufe ins Ziel brachte und einen hervorragenden achten Platz bejubeln durfte. Der Knoten war geplatzt und Drago Grubelnik konnte gleich danach in Sestriere wieder eine Top Ten Platzierung erreichen (10. Platz). Er konnte die Form konservieren, gewann ein Europacup-Rennen in Adelboden und holte sich Selbstvertrauen bei den Rennen in Kitzbühel und Ofterschwang (Siebter und Zehnter). Bei der WM in Vail wurde er in seiner schwächeren Disziplin, dem Riesenslalom, 21.

Dritter in Wengen
Kurz nach dem Millenium konnte Drago Grubelnik seinen
bisher größten Erfolg verbuchen, den dritten Platz beim Slalom in Wengen. Dort musste er nur die Norweger Aamodt und Furuseth vorbeiziehen lassen, trotzdem konnte er sich ausgelassen über seinen Podestplatz neben den Nordländern freuen.
Leider hatte Grubelnik immer wieder Probleme, seine Läufe bis ins Ziel durchzuziehen. In der Saison 2000/2001 hatte er eine Ausfallquote von 50 Prozent und konnte einen 13. Rang als beste Platzierung verbuchen.

Mal Weltspitze, mal Kreisklasse
Grubelnik ist ein Fahrer, der immer volles Risiko geht. Da geht nun mal auch häufig was daneben. Und so hatte er auch in der Saison 2001/2002 ein paar Ausfälle zu verkraften. Trotzdem konnte er auch gute Ränge erreichen: Grubelnik wurde Achter in Madonna di Campiglio, Siebter in Kitzbühel und Sechster in Schladming, eine kontinuierliche Steigerung.
Seine besten Platzierungen der letzten Jahren erreichte er zum Ende der Saison 2003/2004, als er Fünfter in Adelboden und Sechster in Kransjka Gora wurde. Es bleibt spannend mit Drago Grubelnik, vielleicht gelingt ihm ja mal eine konstante Saison, in der er sich in die Creme de la Creme des Slalom-Rennsports fahren kann.

Durchschnittliche Leistungen im Winter 2005/2006
Zuhause im slowenischen in Kranjska Gora sah Drago Grubelnik als Zwölfter nur einmal das Ziel im Weltcupslalom. Immerhin reichte es so für die Teilnahme an Olympia. In Sestriere verpasste er als 13. im Slalom nur knapp die Top Ten. Wenn es darauf ankommt, kann er seine Leistung also bringen und sich bestimmt auch noch steigern. Wünschenswert wäre das auch für die WM in Are 2007.

Steckbrief:
Geboren: 15.01.1976 in Ribnica
Nation: Slowenien
Größe: 181cm
Gewicht: 82kg

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des slowenischen Fahrers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF)
1998 in Nagano (JPN): SL (DSQ)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): SL (18)
1999 in Vail (USA): GS (21), SL (DNF)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-14. im Slalom 2002
Weltcup-Disziplinen-17. im Slalom 1999
Ein Podestplatz, insg. elf Top Ten Platzierungen