Edoardo Zardini fuhr einige Jahre, von 1995 bis 2000, ausschließlich FIS-und Europacup-Rennen. Der am 19.11.1976 in Cortina geborene Zardini konnte dabei 1999 zum ersten Mal auf sich aufmerksam machen, als er sich mit drei Siegen bei FIS-Rennen für höhere Aufgaben empfahl.

Slalomspezialist Zardini
Sein leider wenig erfolgreiches Weltcup-Debüt hatte Edoardo im Jahr 2000 in Chamonix. Dort, genau wie kurze Zeit später in Wengen, kam er jedoch nicht ins Ziel. Doch eine stetige Leistungsverbesserung war zu erkennen, vor allem im Europacup, dem 'kleinen Bruder' des Weltcups. Hier konnte Zardini seine Platzierungen immer weiter verbessern, auch wenn es nicht zu Podestplatzierungen reichte. Einer Sensation gleich kam aus diesem Grund der dritte Platz Zardinis beim Weltcup-Slalom in Wengen 2002. Wie aus dem Nichts kam, sah und fuhr er ein Wahnsinnsrennen. Zardini war mit Startnummer 63 ins Rennen gestartet und fuhr im ersten Lauf die viertbeste Zeit. Dass er dann im zweiten Lauf auch noch an Rainer Schönfelder vorbeiziehen konnte, war eine Krönung des ersten Laufes. Dieser Erfolg brachte Zardini wohl so durcheinander, dass er bei den nächsten fünf Rennen und den Olympischen Spielen leider nicht ins Ziel kam.

Zardini steigert sich zunehmend
Die Saison 2002/2003, in die er mit vielen Hoffnungen gestartet war, verlief äußerst ernüchternd für den Italiener. Nur einen einzigen Weltcup-Punkt konnte er einfahren, als 30. im K.O.-Slalom in Sestriere. Doch den darauf folgenden Sommer konnte Zardini nutzen, um sich professionell auf die Saison 2003/2004 vorzubereiten. Und die guten Platzierungen in Wengen (8.), Adelboden (6.) und beim Weltcupfinale in Sestriere, als er als Vierter seine zweite Podestplatzierung knapp verpasste, bewiesen, dass mit Zardini auch in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.

Schlimme Verletzung und zaghaftes Comeback
Doch dann musste der Sportwinter 2004/2005 für den Italiener aufgrund eines Schienbeinbruchs komplett entfallen. Im Weltcup 2005/2006 kam Zardini in der ersten Saisonhälfte auf keinen grünen Zweig, und auch in der zweiten Hälfte des Winters lief es nicht viel besser. In Schladming wurde er 22. beim Slalom. Olympia war unerreichbar geworden. Top Ten-Platzierungen gelangen ihm nur bei FIS-Rennen und im Europacup. Beim FIS-Slalom in Pampeago glückte dann aber auch endlich der ersehnte Sprung aufs Podium.

Steckbrief:
Geboren: 19.11.1976
Nation: Italien
Heimatverein: C.S. Forestale Dello Stato
Größe: 175cm
Gewicht: 70kg

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des italienischen Technikspezialisten. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF)

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-18. im Slalom 2004
Ein Podestplatz, insg. vier Top Ten Platzierungen