Catherine Borghi ist eine überaus interessante und für den Weltcup ungewöhnliche Person. Die Schweizerin, die am 23.09.1976 geboren wurde, absolvierte neben ihrer Weltcupkarriere ein Studium und ist Architektin. Borghi stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Ihr Bruder Alexandre war im Nationalkader der Schweizer Nordisch Kombinierer, ihre kleine Schwester Christel war Schweizer Meisterin und Teilnehmerin an den Europameisterschaften. Und auch 'Cathy' war früh zum Skisport gekommen, bereits mit 17 Monaten hatte sie zum ersten Mal Bretter unter den Füßen.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2007/2008. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden.

Weltcup-Debüt 1994
Nachdem Catherine bereits bis zum 13. Lebensjahr neun Knochenbrüche verkraften musste, konnte sie sich durch die Schweizer Nationalkader bis in den Weltcup fahren. 1994 in Park City war es dann soweit: Ihr erstes Weltcup-Rennen! Zunächst war sie hauptsächlich in Slalom und Riesenslalom vorgesehen. Wohl auch zu Recht, denn bei den Junioren-Weltmeisterschaften wurde sie Fünfte im Slalom.
In Vail 1995 fuhr Borghi zum ersten Mal in die Punkteränge (20. Platz) und ließ die Schweizer auf einen neuen Skistar hoffen. Doch so langsam kristallisierte es sich heraus, dass Borghi keine Slalomspezialistin war, sondern eher im Super-G und auch in der Abfahrt ihre Stärken hatte. Und so wurde sie zunächst einmal hauptsächlich dort eingesetzt, auch wenn sie letztendlich fast alle Rennen bestritt, die es im Weltcup mitzunehmen galt. 1997 in Bad Kleinkirchheim sprang im Super-G die erste Top Ten Platzierung für 'Cathy' heraus, es sollte nicht die letzte bleiben.

Nie das Glück gehabt auf das Podest zu fahren
Cathy, die gerne mal mexikanische Speisen und ein leckeres Glas Wein zu sich nimmt, konnte sich im Laufe der Jahre im Weltcup etablieren, vor allem in Super-G, Kombinations- und Abfahrtsrennen. Unglücklicherweise schaffte sie trotz guter Leistungen noch nie den Sprung auf das Treppchen. Zwei vierte Plätze in den Abfahrten von Are und Lake Louise in der Saison 2001/2002 waren die besten Platzierungen der sympathischen Schweizerin. In Lake Louise fehlten ihre gerade 22 Hundertstel, in Are lediglich sechs Hundertstel. Leider schade für Catherine Borghi, doch noch hat sie, die 1999 drei weitere Brüche verkraften musste, ja alle Chancen, den langersehnten Platz auf dem Podest zu erreichen. Vielleicht schafft sie es mit ihrer neuen Skimarke Rossignol.

Keine Verbesserung im Winter 2005/2006
Zwei zwölfte Ränge bei Weltcupabfahrten und mehrere Zielankünfte unter den ersten 20, so lautet die Bilanz für die Schweizerin. Borghi hätte sich von dieser Saison sicher mehr versprochen, denn auch bei den Olympischen Spielen war sie nicht dabei. Vielleicht gibt ihr der dritte Platz in der Abfahrt bei den nationalen Meisterschaften neuen Auftrieb für die nächste Saison.

Karriereende in der Heimat
Die Saison 2007/2008 sollte die letzte Saison als Rennfahrerin für Catherine Borghi werden. Auch in dieser Saison schaffte Borghi es nicht, aufs Podium zu fahren. In über 200 Weltcuprennen bewies sie ihre sehr gute Qualität als Skifahrerin aber in die Weltspitze konnte Borghi nie fahren. Ihre Karriere beendete Catherine Borghi auf der Abfahrtspiste in Crans-Montana in ihrem Heimatland, der Schweiz.

Steckbrief:
Geboren: 23.09.1976
Nation: Schweiz
Heimatverein: Les Diablerets
Größe: 172cm
Gewicht: 68kg
Hobbies: Skitouren, Snowboarden, Telemark, Tennis, Kart fahren, Gitarre spielen, mit Freunden feiern
Web: www.cathyborghi.ch

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der Schweizerin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (19), K (8), SG (18)
1998 in Nagano (JPN): SG (34), DH (22), K (10), GS (19)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): K (24)
2003 in St. Moritz (SUI): DH (22)
2001 in St. Anton (AUT): DH (30)
1997 in Sestriere (ITA): GS (16), SG (28), DH (20), K (8)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-15. in der Abfahrt 2002 und 2003
16 Top Ten Platzierungen