Der finnische Spitzenfahrer Sami Uotila feierte bereits im Jahr 1994 in Tignes sein Weltcup-Debüt. Der am 02.11.1976 geborene Slalom- und Riesenslalomfahrer war damals gerade 18 Jahre alt geworden.

Guter Auftritt bei der WM in Sestriere
Gleich zu Beginn der Karriere musste Uotila im Winter 1995/1996 die Saison bereits im Dezember abbrechen. Bei einem Sturz hatte er sich verletzt, so dass er erst in der WM-Saison von Sestriere wieder einsteigen konnte. Und das tat er recht erfolgreich. Bei FIS-Rennen gelang ihm ein Sieg und mehrere sehr gute Platzierungen, so dass er sogar mit zur WM fahren durfte und zur Überraschung vieler im Riesenslalom zahlreiche Konkurrenten hinter sich lassen konnte und 15. wurde.
Dann begann er im folgenden Winter, 1997/1998, sich nur noch auf den Europacup und den Weltcup zu konzentrieren. Im Weltcup klappte es irgendwie noch nicht so gut, doch im Europacup gelang ihm eine interessante Serie: Zunächst wurde er Vierter, dann Dritter, dann Zweiter und in Grimentz gewann er denn Riesenslalom vor den heutigen Weltstars Marco Büchel und Rainer Schönfelder. Nach diesem Sieg und den 19. Platz bei den Olympsichen Spielen in Nagano konnte er auch endlich seine ersten Weltcup-Punkte einfahren. Ihm gelangen zwei solide Läufe im fernen Yongpyong und damit rangierte er am Ende auf dem 17. Platz.

Starke Europacup-Saison 1998/1999
Uotila konnte vor allem im Euro-Cup seine Stärken zeigen. Ihm gelangen dort zwei Siege in seiner Spezialdisziplin Riesenslalom und mehrer gute Platzierungen. Und auch bei der WM in Vail 1999 gelang es ihm, eine starke Leistung in den Schnee zu zaubern. Ein neunter Platz bedeutete den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.
Und so langsam ging es für den kleinen Finnen, der nur 169 cm groß ist, auch im Weltcup bergauf. Bester Beweis: Gute Platzierungen in der Saison 1999/2000 (Platz Neun in Alta Badia, Rang Sieben in Todtnau und Yongpyong, Platz Fünf in Kransjka Gora). Der Weg auf das Treppchen war also nicht mehr weit. Da Uotila in der Folgezeit merkte, dass er nur im Riesenslalom absolute Top-Leistungen bringen konnte, blieb ihm nur die Wahl es parallel im Europacup und im Weltcup fortzuführen. Und wie er das tat. Fünf Mal konnte er Europacup-Rennen für sich entscheiden, eine unglaublich starke Serie, die der Finne da hinlegte. Doch im Weltcup wollte der Sprung auf das Treppchen immer noch nicht gelingen, mehr als ein fünfter Rang in Shigakogen wollte für ihn nicht herausspringen.

Podestplatz in Alta Badia 2001
Sami Uotila, der gerne Windsurfen geht, konnte in Alta Badia 2001 seine erste von bisher zwei Top Drei Platzierungen einfahren. Dort konnte er sich bei einem unglaublich knappen Rennen vor Benni Raich behaupten, verpasste dabei einen Sieg auch nur um neun Hundertstel. Bei seinem zweiten dritten Platz in Kransjka Gora 2003 war nach vorne nicht viel drin, denn Bode Miller dominierte dieses Rennen nach Belieben. Nach hinten jedoch hatte Sami enorm viel Glück und verwies abermals den Österreicher Raich auf den vierten Rang, der wahrscheinlich damals nicht so gut auf den Finnen zu sprechen war. Ob Uotila Benni Raich noch ein weiteres Mal vom Podest verdrängen kann oder sich eventuell sogar mal ganz nach vorne schieben wird, dass wird die kommende Saison zeigen.

Steckbrief:
Geboren: 02.11.1976 in Helsinki
Nation: Finnland
Heimatverein: Espoo Slalom
Größe: 169 cm
Gewicht: 70kg
Sprachen: Englisch, Norwegisch, Deutsch
Hobbies: Windsurfen, Golf, Motorcross
Web: www.samiuotila.com

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Finnen. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): GS (DNF)
1998 in Nagano (JAP): GS (19), SL (DNF)

Weltmeisterschaft:
2001 in St. Anton (AUT): GS (10)
1999 in Vail (USA): SG (30), GS (9)
1997 in Sestriere (ITA): SG (42), GS (15)

Weltcup:
8. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Riesenslalom 2002
11 mal in den Top Ten, zwei Podestplätze