Tom Rothrock begann bereits im Alter von sieben Jahren Skiwettbewerbe zu bestreiten, schon 1996 wurde er im Slalom und im Riesenslalom nationaler Jugendchampion der USA.

Bis zur Saison 1999/2000 fast nur in Amerika
Nachdem Rothrock mehrere Jahre nur in Kanada und in den USA FIS-Rennen bestritt, machte er sich in der Saison 1999/2000 auf, um den 'alten Kontinent' zu erobern. Zunächst jedoch musste er Erfahrung sammeln und Fuß fassen. Erst im folgenden Winter, nachdem er in Park City, dort wo viele Amerikaner ihr Weltcup-Debüt feiern, zum ersten Mal im Konzert der Großen starten durfte, gelangen ihm vordere Platzierungen im Europacup. Der Slalom-Spezialist wurde in Donnersbachwald und Pozza di Fassa Zweiter, beim zweiten Slalom im italienischen Ort holte er seinen ersten Sieg im Europacup. Im Weltcup jedoch, den er in der Saison 2001/2002 unsicher machen wollte, klappte es zu Beginn so gar nicht, wie er es sich vorstellte. Die ersten sieben Rennen waren bereits nach dem ersten Durchgang für ihn beendet, doch in Wengen zu Beginn des Jahres 2002 platzte vorerst sein Knoten. Mit dem 25. Rang holte er seine ersten Weltcup-Punkte und konnte kurz danach in Schladming und in Kitzbühel, zwei der prestigeträchtigsten Slaloms der Saison, zwei Mal Platz 16 erreichen.

Starker Auftritt bei der WM in St. Moritz
Nachdem Rothrock in Kransjka Gora seine bis dahin beste Weltcup-Platzierung einfahren konnte (12. Rang), schaffte Rothrock auch bei der WM in St. Moritz einen zwölften Platz. Nach mittelmäßigem ersten Lauf gelang ihm ein Traumrun in der zweiten Session. Er fuhr zusammen mit Felix Neureuther Laufbestzeit und konnte sich weit nach vorne fahren.

Blickrichtung Olympia 2006 in Turin
Im Winter 2003/2004 folgten dann gleich drei Top Ten Platzierungen des Amerikaners, auch wenn es 'nur' drei neunte Plätze waren. Abermals in Kitzbühel und Schladming, sowie in Park City fuhr er gute Rennen. In der Saison 2004/2005 konnte er einen sechsten Platz hinzufügen und zählt somit in den kommenden Jahren durchaus zu den Favoriten auf Podestplätze. Sein großes Ziel jedoch ist eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen von Turin!

Durchwachsener Winter mit erfreulicher Tendenz zum Abschluss
Nach ein paar Rennen im Nordamerikacup gelang Tom Rothrock ein sehr erfreulicher Einstieg in den Weltcup mit einem 16.Rang beim Slalom in Beaver Creek. Danach versuchte er seine Leistungen im Europacup weiter zu festigen, was mit einem dritten Rang im Slalom von Obereggen auch durchaus Früchte trug. Dennoch sank seine Leistungskurve wieder. In den folgenden Weltcups kam er nur einmal in den Punkten ins Ziel. Den Traum von der olympischen Medaille konnte er sich dieses Mal also nicht erfüllen. Bei den nachfolgenden FIS-Rennen fuhr sich der Amerikaner kontinuierlich nach vorn und landete zuletzt in Lutsen Mountain und Coronet Peak jeweils auf dem ersten Rang. Eine gute Tendenz für die nächste Saison.

Steckbrief:
Geboren: 29.05.1978
Nation: USA
Heimatverein: Mission Ridge Ski Club
Größe: 175cm
Gewicht: 89kg

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des US-Amerikaners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SL (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (12)

Weltcup:
23. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2004
Viermal in den Top Ten