Zum zweiten Mal nach der Erstauflage im letzten Sommer zog es die europäischen Freeskier auf den Gletscher nach Saas-Fee in der Schweiz, um den Saas-Fee Ride 2004 zu zelebrieren. Drei Events standen auf dem Programm: Skier Cross, Halfpipe und Big Air. Durch die zahlreichen großen Namen aus der Freeskiing-Szene und die guten Schneebedingungen konnte ein hoher Standard erreicht werden und exzellente Styles & Airs bestaunt werden.

Slowene gewinnt Skier Cross
Wegen des schlechten Wetters mussten die Wettbewerbe einen Tag später als geplant über die Bühne gehen. Mehr Athleten als im letzten Jahr waren am Start und das Level war um einiges höher als bei der ersten Auflage 2003.
Das Rennen des Skier Cross wurde wie die anderen Wettbewerbe auch bei klarem und blauem Himmel und, für die Jahreszeit, relativ kalten Bedingungen ausgetragen. Der Kurs war hart und so schnell, dass er nach dem Training morgens noch ein wenig entschärft werden musste. Am Ende hatte der Slowene Primov Vrovnik die Nase vorn, er zeigte großartige Kontrolle und technische Qualitäten auf dem schnellen Kurs. Ein weiterer Slowene, Tradej Trdina, wurde Zweiter vor Gerald Naescher aus Lichtenstein.
Bei den Damen konnte die Deutsche Martina Rentschler das Rennen für sich entscheiden und Sasa Faric (SLO) und die ebenfalls aus Deutschland kommende Nadine Spegel auf die Plätze zwei und drei verweisen.

Halfpipe-Wettbewerb von Briten dominiert
Die Halfpipe-Competition fand im Saas-Fee Gletscher Snow Park statt. Reto Spegler, der für das Herrichten der Pipe verantwortlich war, zauberte eine Weltklasse-Pipe aus dem Schnee und inspirierte somit die Fahrer zu spektakulären Tricks.
Andy Bennett aus Großbritannien stahl allen die Show und zeigte einige Jumps aus seiner Trickkiste: Ally Oops, Flairs mit Tailgrabs, saubere Back Flips und ein Back Flip off the Lip als Abgang überzeugten Jury, Konkurrenten und Zuschauer dermaßen, das nach seinem Run der erste Platz eigentlich schon vergeben war.
Auch Paddy Graham aus UK geizte nicht mit seinem Können und belegte Platz zwei. Marcus Kaiser aus Liechtenstein landete mit einem sauberen Cork 5 und einem Japan Grab auf dem guten dritten Rang.
Bei den Damen ging das Ganze ein wenig gesitteter zu, ohne jedoch langweilig zu werden. Es gewann Emma Lonsdale aus Großbritannien mit schönen Air´s und Ally Oops vor ihrer Landsfrau Becky Hammond.

Big Air als Abschluss-Show
Beim Big Air der Männer landete Andy Bennett (GB) mit einem
Cork 720 und 180 Switch off auf dem ersten Platz.
Alexis Mouthon aus Frankreich burnte die Crowd mit einem sicheren 900 und einem Switch 540 und wurde Zweiter. Marcus Kaiser wurde Dritter mit einem Rodeo 540.
Bei den Damen gewann Lorna Carmichael (GB) mit einem 360 und einem schönen Grab, Emma Lonsdale wurde Zweite mit einem Mute Grab und Becky Hammond belegte den dritten Rang.

Fazit: Ein tolles Event, fette Tricks, super Wetter und tolle Stimmung. Was will man mehr, mitten im Hochsommer?

Mehr Infos zum Saas-Fee Ride 2004 gibt es unter
www.saasfeeride.com.

See you next year in Saas-Fee!