Der Skiverband Frankenjura steht unter neuer Führung. Georg Wittmann aus Osternohe wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Der bisherige Amtsinhaber Martin Utzat aus Lauf war aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl angetreten.

Utzat nicht mehr zur Wahl gestellt
Beim Verbandstag des Skiverbandes Frankenjura (SVF) in Nürnberg wurden mehrere neue Vorstandsmitglieder gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Martin Utzat (Lauf) hat sich aus Altersgründen (er feierte in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag) nicht mehr zur Wahl gestellt. So wurde Georg Wittmann aus dem bekannten Skiort Osternohe auf den 'Präsidentenstuhl' gehoben.

Weitere Veränderungen
Auch bei den Stellvertretern und den Referenten gab es größere Veränderungen. So ist Erich Schranz (Nürnberg) als bisheriger Sportwart Alpin für Klaus Pasold (Treuchtlingen) in den geschäftsführenden Vorstand nachgerückt, Christoph Heynen (Erlangen) vertritt in gleicher Position die 'Nordischen' und Margit Kozuschnik (Nürnberg) hat von Hedwig Meier (Schnaittach/Rothenberg) das Kamprichterwesen Alpin übernommen. Die Sparte Leistungssport Alpin wurde ganz neu besetzt mit Christian Wondrasch (Altenfurt), Florian Schranz und Jörg Meurer (beide aus Nürnberg). Den Verbandsausschuss runden ab Peter Steinbrecher (Ottensoos) als stellvertetender Sportwart Nordisch, Stephan Schuh (Cadolzburg) Lehrwesen Snowboard, Wolfgang Schmitt (Wendelstein) Seniorensportwart und für die Regionen Ost Bernd Kraft (Lauf) udn Nord Dieter Stupka (Großhabersdorf).

Lange Tradition
Der SVF kann auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken. 1997 feierte er sein 75-jähriges Jubiläum. In den Gründungsjahren nannte sich der Verband 'Fränkischer Schneeschuhbund'. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er nach Wiedergründung unter dem heutigen Namen 'Frankenjura' fortgeführt.
Die Zahl der Mitglieder und Vereine ist in den 60er Jahren stark angestiegen. Die leistungssportliche Entwicklung im Skilauf hat höhrere Trainingsanforderungen gestellt. Heute gehören dem Verband 132 mittelfränkische und ein paar wenige Vereine aus der Oberpfalz an. Aufgrund dieser Entwicklung musste die Arbeit im Verband getrennt werden und mit freiwilligen Referenten für Leistungssport und Rennsport Alpin und Langlauf, Snowboard, Freestyle, Kampfrichter- und Tourenwesen, Übungsleiterausbildung, Skischule und Freizeitsport besetzt werden.

Über Bezirksgrenzen hinaus
24 Personen kümmern sich heute um die Belange im SVF. Nun steht der 57-jährige Polizeichef von Lauf an der Spitze eines Verbandes, dessen Grenzen über Mittenfranken hinaus bis nach Neumarkt reichen.
Er selbst ist im SVF kein Unbekannter: 1982 stieg er als Übungsleiter Ski Alpin in das Verbandsgeschehen ein, war zehn Jahre lang Ausbilder und Organisator des SVF-Skijugend-Camps auf der Gerlosplatte, baute in der Region Ost eine alpine Rennmannschaft mit auf, übernahm 1990 als Sportwart im SVF das Referat 'Leistungssport Alpin', war Kassenprüfer und ist seit 1997 im Verband als stellvertetender Vorsitzender tätig. Erst kürzlich wurde er als 'geistiger Urvater' des Skisports in Osternohe für seine 25-jährige ununterbrochende Tätigkeit als Skiabteilungsleiter geehrt.

Jugend fördern
Georg Wittmann betrachtet das erste Jahr als Einarbeitungszeit und wird sich mit Unterstützung seines Vorgängers Martin Utzat und seiner Vorstandskollegen mit den vielfältigen Aufgaben im Verband vertraut machen. Für die Zukunft stellt er sich eine bessere Kommunikation mit den Vereinen vor und will die Jugendarbeit in allen Sparten auf der Basis des Leistungs- und Breitensport fördern.

Auch soll der einen oder anderen Rennveranstaltung, insbesondere im Schüler- und Jugendbereich, auf heimatnahen Abfahrten oder Loipen wieder mehr Bedeutung geschenkt werden. Dabei hofft er natürlich - trotz Doppelbelastung mit dem SV Osternohe, deren Skiabteilungsleiter und Skischulleiter er weiterhin bleibt - auf tatkräftige Unterstützung.