Martina Lechner erblickte am 14.07.1978 in Thiersee das Licht der Welt. Die österreichische Frohnatur konnte zum ersten Mal bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1997 von sich Reden machen, als sie Vize-Junioren-Weltmeisterin in der Kombination wurde und ihre Ambitionen im österreichischen Ski-Team anmeldete.

1995-2000 im Europacup unterwegs
Wie die meisten ihrer Kolleginnen musste sich Lechner zum Beginn ihrer Karriere im Europacup durchbeißen. Die Blonde aus Tirol, die gern Jetski fährt, radelt und Urlaub macht, konnte dort viele Erfolge verbuchen und Erfahrung für den Weltcup sammeln. Ihre größten Erfolge während dieser fünf Jahre war der Doppel-Junioren-Weltmeistertitel 1998 in Megeve (Abfahrt und Super-G), sowie die zweiten Ränge in der Europacup-Gesamtwertung und Riesenslalom-Wertung im Jahr 2000. Das Weltcup-Debüt folgte im Januar 2000 in Altenmarkt. In der Abfahrt durfte Lechner an den Start gehen, verpasste aber unglücklich die Punkteränge und wurde 32., einen Tag später jedoch war sie ein wenig besser in Form und schaffte mit dem 26. Platz ihre ersten Weltcup-Punkte.

Hoffnungsvoller Start jäh gestoppt
Lechner, deren Karriere gerade richtig anzulaufen schien, musste im Winter 2000/2001 dann einen Rückschlag verkraften. Nach einem Sturz hatte sie eine Knieluxation und eine Unterschenkelfraktur und schied den gesamten Winter aus. Es war klar, dass nach einem Jahr Pause die Form im darauffolgenden Winter nicht überragend war. Zu Beginn war sie noch im Weltcup gestartet und einige Male hinterher gefahren, so dass sie zunächst ihr Glück wieder im Europacup versuchte. Auch im Winter 2002/2003 tingelte sie zwischen Weltcup-Rennen und Europacup hin und her, um Praxiserfahrung zu sammeln. Ihre besten Leistungen vollbrachte sie aber stets in der 'kleinen Schwester' des Weltcups; das Super-G Europacup-Rennen in Tarvisio konnte sie sogar gewinnen.

Lechner startet den Angriff
Nachdem die Tirolerin jetzt schon viele Jahre hauptsächlich im Europacup erfolgreich war, konnte sie in der letzten Saison 2003/2004 auch im Weltcup gute Rennen fahren. Zum Beginn der Saison belegte sie beim Super-G in Lake Louise den hervorragenden sechsten Platz, auch wenn ihre Leistung aufgrund des österreichischen Doppelerfolges von Götschl und Dorfmeister fast unter den Tisch fiel. Doch das diese Leistung keine Eintagsfliege war, bewies Lechner mit ihrem 12. Rang in Veysonnaz und dem zehnten Rang in Haus.

Besser im Super-G
Im Super-G scheint Lechner derzeit besser aufgehoben zu sein als in der Abfahrt. Während die Österreicherin in der Abfahrt doch einige Probleme hatte und im Weltcup gar nicht zurecht kam, machte sie im Super-G doch auf sich aufmerksam. Der elfte Rang von San Sicario steht da als bestes Resultat zu Buche. Ihre Leistungen reichten allerdings nicht, um sich für das Weltcupfinale zu qualifizieren, welches sie als 27. denkbar knapp verpasste.

Steckbrief:
Geboren: 14.07.1978 in Thiersee
Nation: Österreich
Größe: 162 cm
Hobbies: Jetski, Tanzen, Radeln, Kino, Urlaub, Party
Web: www.martina-lechner.at

Erfolge:
Es folgt ein Blick in den bisherigen Karriereverlauf der Österreicherin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
noch keineTeilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-27. im Super-G 2005
Weltcup-Disziplinen-18. im Super-G 2004
ein sechster, ein zehnter Rang im Weltcup

Junioren-WM:
Doppel-Junioren-Weltmeisterin 1998 in Abfahrt und Super-G