Dass der Italiener Arnold Rieder ein erfolgreicher Skifahrer werden würde, konnte man schon früh erkennen, gewann er doch bereits in frühen Jahren die ersten Schüler-Rennen.

Früh übt sich ...
Bereits im Alter von drei Jahren brachte ihm sein Vater Augustin Rieder das Skifahren bei. Die technischen Grundlagen lehrten ihn die Skilehrer von Meran. Rieder besuchte die Grundschule in Meran und trainierte ab der 4. Klasse nebenbei im Trainingszentrum Priel/ Vintl. Von dem Zeitpunkt an nahm er an Kinder- und Jugendrennen auf Landesebene teil, bei welchen er oft einen Sieg davontrug.

Weltcup-Debüt mit 19 Jahren
In der Saison 1994/1995 fuhr Rieder zum ersten Mal im Weltcup mit. In jener Saison erreichte er vier TOP 30-Ergebnisse im Riesenslalom. Auch im folgenden Winter gelang es Rieder, durch gute Resultate auf sich aufmerksam zu machen. So sicherte er sich den dritten Platz in der Riesenslalom-Gesamtwertung im Europacup und wurde in die A-Nationalmannschaft befördert.

Jahre der Leidenszeit
Doch der steile Aufstieg des jungen Italieners fand im Jahr 1997 ein jähes Ende. Aufgrund von anhaltenden Rückenschmerzen konnte er nicht mehr optimal trainieren und schaffte in Folge dessen in den nächsten Jahren keine Top-Platzierungen mehr. Lediglich 1997/1998 konnte er noch einmal einen sechsten Rang in Yongpyong einfahren. Den Tiefpunkt erlebte Rieder in der Weltcup-Saison 1998/1999, in der er bei allen sechs gefahrenen Rennen nicht einmal den Finaldurchgang erreichen konnte.

Auf dem Weg nach oben
Erst in der Saison 2001/2002 ging es für den Techniker wieder langsam bergauf. So fuhr er im Weltcup dreimal in die Punkte und konnte im Europacup sogar einmal aufs Podest klettern. In der Folgesaison zeigte er auch wieder im Weltcup sein Potenzial. Allmählich arbeitete er sich erneut anhand guter Resultate in der Sportgruppe der Finanzwache und den Europacup-Rennen bis in die Weltspitze vor. Seit der Wintersaison 2002/2003 kann Rieder wieder schmerzfrei trainieren und Rennen fahren. So nahm er an diversen Weltcuprennen teil und erreichte den 15. Platz in der Gesamtwertung. Infolge der überzeugenden Resultate startete er bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz und erreichte den 15. Platz im Riesentorlauf.

Bestätigung der Leistungen
2003/2004 knüpfte Rieder dann an diese Leistungen an und fuhr dreimal in die Top Ten. Gleich zu Beginn auf dem Rettenbachferner in Sölden schrammte er als Vierter äußerst knapp an einem Podestplatz vorbei. Dennoch war diese Saison die bis dato erfolgreichste des Arnold Rieder, konnte er doch den 11. Rang im Riesenslalom-Weltcup erreichen und konstant in die Punkte fahren.

Arnold und sein 'Dreimädel-Haus'
Nachdem Rieder in der Saison 2003/2004 gute sportliche Ergebnisse erzielen konnte, brachte das Jahr 2004 privat sogar 'doppeltes Glück' für Arnold. Am 13. August 2004 brachte seine Lebensgefährtin Zwillings-Mädchen Anna und Leonie zur Welt.

Trotz schlechter Bedingungen erfolgreich
Nach dem erfolgreichen Winter 2003/2004 kam es überraschenderweise zum Bruch mit Atomic. Der Sponsor, mit dem Rieder seit 14 Jahren einen Vertrag hatte, wollte nicht verlängern. Hinzu kam, dass Rieder alle Trainingseinheiten für die neue Saison auf Atomic-Skiern absolviert hatte, so dass ihm nicht ausreichend Zeit blieb, das neue Rossignol-Material auszuprobieren. Trotz dieser unglücklichen Umstände gelang es Rieder in der folgenden Saison jedoch, bei Weltcup-Rennen dreimal unter die besten Fünfzehn zu fahren. Das beste Ergebnis erzielte er gleich zu Beginn mit dem elften Platz beim Riesenslalom-Auftakt in Sölden. Er fuhr ein schnelles Rennen - der Rückstand auf den Fünften Hans Knauß betrug nur ganze 26 Hundertstel.

Anschluss an die Weltspitze verpasst
Arnold Rieder startete in die nächste Saison mit einem tollen Ergebnis im Riesenslalom - Elfter in Sölden - aber sonst hörte man nicht mehr viel vom Italiener. Der Olympiawinter begann weit weniger vielversprechend. Im neuen Jahr 2006 nahm er fast ausschließlich am Europacup teil. Drei Weltcupausflüge bescherten ihm Rang 19, 14 und 20 im Riesentorlauf. Das beste Ergebnis dürfte für ihn seit langer Zeit der dritte Platz der Italienischen Meisterschaften im Riesenslalom gewesen sein.

Steckbrief:
Geboren: 28.04.1976
Nation: Italien
Heimatverein: Gr. Sciatori Fiamme Gialle
Größe: 180cm
Gewicht: 77kg
Hobbies: Modellhubschrauber, Wandern, Radfahren
Web: www.arnoldrieder.com

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karriereverlauf des Italieners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): GS (15), SG (DNF)

Weltcup:
11. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Riesenslalom 2004
15. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Riesenslalom 2003
sieben Top Ten-Platzierungen