Frederic Covili ist ein beinahe typischer Spezialist für die technisch anspruchsvolle Basis-Disziplin des skialpinen Rennsports. Im Riesenslalom fühlt sich der 170cm große Mann aus Les Menures zuhause. Hier kann der am 14.11.1975 geborene Franzose sein Können, seine Athletik und seine Wendigkeit voll ausspielen.

Begnadeter Techniker
Die Franzosen zeigen als ganze Mannschaft seit einigen Jahren, dass sie sich auf dem fahrtechnischen Sektor gesteigert und zu einer großen Perfektion gefunden haben. Gerade Frederic Covili profitiert nun seit der Saison 2000/2001 von diesen Grundlagen im besonderen Maße und setzt sein erworbenes Handwerkszeug in gute Plazierungen um.

Dritter der Weltmeisterschaft
Der Riesenslalom-Weltmeisterschaftslauf in St. Anton 2001 wird dem 75 kg schweren Covili immer in bester Erinnerung bleiben. Fast erwartet gewann dort der Schweizer Michael von Grünigen den Titel, doch der dritte Platz des Franzosen war die Überraschung des Wettkampfes. Allerdings war dieses Ergebnis von Covili keine Eintagsfliege, denn in der Saison 2000/2001 machte er mit einem vierten und einem fünften Platz in Val d´Isere, einem siebten Platz in Are (Schweden) und Platz zehn in Les Arcs zusätzlich auf sich aufmerksam.

Auftakt-Sieg in Sölden in der olympischen Saison
Der Weltcup-Auftakt 2001/2002 in Sölden geriet für Covili zur Galavorstellung. In Abwesenheit des Superstars Hermann Maier nutzte der Franzose die sich bietende Chance und schlug eiskalt am Rettenbachferner in Sölden (Ötztal/Österreich)zu. 2002 gewann er zusätzlich den Riesenslalom-Weltcup. Auch 2003 fuhr er in Sölden erfolgreich und belegte den zweiten Rang.

Verletzung stoppt den Franzosen
Auch in der Saison 2003/2004 war Covili gut unterwegs. Nachdem er auf seiner 'Lieblingspiste' in Sölden zum Weltcup-Auftakt fast schon traditionell auf das Podium fuhr, konnte er auch bei den weiteren Rennen in Park City und Alta Badia überzeugen. Doch dann wurde der Franzose durch eine Verletzung gestoppt und der Traum vom Gewinn einer weiteren Kristallkugel war geplatzt. Er konnte in der Saison keine Rennen mehr bestreiten und musste zusehen, wie Bode Miller den Riesenslalom-Weltcup gewann.

Erneutes Verletzungspech
Nach sechs Monaten Rehabilitation und einer ziemlich schwierigen Rückkehr zum Wettkampf verletzte sich Covili erneut. Beim Training - einen Tag vor der WM - war es nach dem linken Knie nun das Kreuzband des rechten Knies, dass gerissen ist. Covili wird nun erneut die Genesung abwarten müssen bis er wieder angreifen kann.

Unauffällige Leistungen nach Jahren mit Verletzungen
Die Top-Leistungen lassen weiter auf sich warten. Jedoch konnte Frederic Covili mit einem 20. Rang im Riesentorlauf in Beaver Creek und dem 29.Platz im japanischen Yongpyong immerhin schon wieder Weltcuppunkte einfahren. Ein Top Five-Ergebnis sprang für ihn im Riesenslalom als Vierter der Französischen Meisterschaften heraus. Wie dem auch sei, nach den Verletzungen der vergangenen Saisons muss er froh sein, dass er gesund durch den letzten Winter gekommen ist und kann sich nun beim Sommertraining auf die nächsten Weltcuprennen einstimmen.

Steckbrief:
Geboren: 14.11.1975
Nation: Frankreich
Heimatverein: Les Menuires
Größe: 170cm
Gewicht: 75kg
Web: www.fredcovili.com

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karriereverlauf des Franzosen. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): GS (15)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): GS (11)
2001 in St. Anton (AUT): GS (3)

Weltcup:
7. Platz Weltcup-Disziplinen-WErtung Reisenslalom 2004
4. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Riesenslalom 2003
Weltcup-Disziplinen-Sieger Riesenslalom 2002
zwei Weltcup-Siege, sechs weitere Podestplätze