Davide Simoncelli ist ein ausgewiesener Riesenslalom-Experte und konnte bereits einen Weltcup-Sieg feiern.

Zunächst keinen Erfolg
Wie es bei Technik-Spezialisten nun einmal so ist, fallen diese in ihren ersten Jahren auf der großen Bühne zumeist aus oder können den zweiten Durchgang nicht erreichen. So war es auch bei Simoncelli, der sich zwar im Weltcup versuchte, jedoch in den ersten Rennen keine Platzierung unter den ersten 30 erreichen konnte. Erst Ende 2000 schaffte er in Val d'Isere zum ersten Mal den Sprung in die Punkte als 17. Danach kamen noch einige Resultate in den Top 30, doch ein Platz unter den ersten zehn wollte ihm zunächst nicht gelingen.

Starke Leistungen im Riesenslalom 2003/2004
Der Riesenslalom-Spezialist aus Italien hatte seinen großen Durchbruch dann in der Saison 2003/2004, als er tolle Leistungen bot und am Ende des Winters auf dem fünften Platz im Riesenslalom-Weltcup landete. Besonders die Ergebnisse in Flachau, als er Siebter wurde und in seiner Heimat Alta Badia, wo er zweimal auf das Podest fuhr.

Erster Weltcupsieg in Alta Badia - wo sonst?
Kurz vor Weihnachten 2003 machte sich Simoncelli das schönste Geschenk selber. Bei seinem Lieblingsrennen in Alta Badia feierte er seinen ersten Weltcupsieg und schlug mit einer sensationellen Leistung alle Favoriten. Mit knapp einer Sekunde Vorsprung war er am Ende ganz oben auf dem Podest. Schon ein Jahr zuvor schaffte er das bis dato beste Ergebnis seiner Karriere in Alta Badia: er wurde Zweiter. Dieser Hang scheint wie für den Italiener gemacht.

Kein Podestplatz
In der nachfolgenden Saison sollte es dann aber nicht sein für Simoncelli. Ein vierter Rang in Val d'Isere blieb als bestes Resultat aus diesem Winter stehen. Selbst bei 'seinem' Rennen in Alta Badia war er als Zwölfter hinter der Musik. Und auch bei den Weltmeisterschaften in seinem Heimatland gab es kein Erfolgserlebnis. Simoncelli schied im Riesenslalom aus.

Saisonausklang mit Weltcupsieg
Im Winter 2005/2006 feierte Simoncelli Versöhnung mit Alta Badia und der Hang schenkte ihm in seiner Paradedisziplin Riesenslalom den zweiten Platz. Das Ausscheiden im olympischen Sestriere schien der Italiener schneller zu verdauen als erwartet. Denn nach dem Motto "jetzt erst recht" holte er sich im koreanischen Yongpyong den Sieg im Riesentorlauf und hatte doch noch Grund zum Feiern.

Das erfolgreichste Jahr der Karriere
In den folgenden Jahren konnte Simoncelli jedoch keine weiteren Siege einfahren. Erst in Alta Badia 2009 konnte der Italiener wieder einen Podiumsplatz erreichen. Die Saison 2009/10 wurde mit dem vierten Platz in der Riesenslalomwertung sowie dem 22. Platz in der Gesamtwertung zur erfolgreichsten seiner Karriere. Bei den Olympischen Spielen in Vancouver kam er jedoch nicht über den 19. Platz im Riesenslalom hinaus.

Steckbrief:
Geboren: 30.01.1979 in Rovereto
Nation: Italien
Heimatverein: G.S. Fiamme Oro Moena
Größe: 175 cm
Gewicht: 75 kg