© Alexis BOICHARD/AGENCE ZOOM
Riesenslalom-Spezialist Massimiliano Blardone zählt in seiner Parade-Disziplin seit Jahren zur Weltspitze.

Junioren-Weltmeister
Eine erste Duftmarke setzte Blardone 1999, als er bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Pra Loup (FRA) den Slalomtitel gewann. Dabei ließ er so große Fahrer wie Kurt Engl und Mario Matt hinter sich. Schon da zeigte sich, zu welchen Leistungen der junge Italiener fähig war.

Weltcup-Debüt 2001
Erst zwei Jahre nach seinem Triumph bei den Junioren-Weltmeisterschaften durfte der Technik-Spezialist auch bei den 'Großen' der Zunft mitfahren. Doch gleich in seiner ersten Saison schaffte er gute Resultate. Zwar konnte er nicht im Slalom überzeugen - ihm gelang nur einmal der Sprung in die Punkte - doch im Riesenslalom platzierte er sich viermal in den Top Ten. Auch bei der WM in St. Anton zeigte er sich von seiner guten Seite und belegte im Riesenslalom einen hervorragenden fünften Platz.

Fast aufs Podium
In der folgenden Saison wäre Blardone beinahe zum ersten Mal auf das Podium gefahren. Während er im Slalom nicht einmal in den Finaldurchgang kam, konnte er im Riesenslalom weiter in die Weltspitze vordringen. In Adelboden und Val d'Isere schrammte er nur haarscharf an einem Podestplatz vorbei und wurde jeweils Vierter.

Konzentration auf den Riesenslalom
Ab der Saison 2002/2003 fuhr Blardone dann nur noch den Riesenslalom. Und das zahlte sich aus. In jedem Rennen des Winters gelang ihm der Sprung in die Punkte. Durch diese Konstanz wurde er Fünfter im Riesenslalom-Weltcup. Und ein Jahr darauf war es dann endlich soweit: Blardone schaffte in Flachau seinen ersten Podestplatz, dem er auch gleich noch in Adelboden die nächste Top-Platzierung folgen ließ. Auch dort reichte es zu einem zweiten Platz, nur knapp geschlagen von dem Finnen Kalle Palander. Am Ende der Saison konnte sich der junge Italiener über einen dritten Rang im Riesenslalom-Weltcup freuen.

Premiere in Adelboden
Auf dem schweren Hang in Adelboden scheint Blardone besonders gut zurechtzukommen. Nach vorderen Platzierungen in den Jahren zuvor schaffte der Italiener auf dem Kuonisbärgli im Januar 2005 seinen ersten Weltcup-Sieg. Auch gleich zum Auftakt der Saison konnte sich Blardone bereits auszeichnen und fuhr in Sölden auf das Podium. Am Ende stand der fünfte Rang im Riesenslalom-Weltcup und die Gewissheit, dass Blardone zum Siegfahrer geworden war.

Zweiter Rang im Riesenslalom-Weltcup 2005/2006
Ein Sieg im heimischen Alta Badia im Riesenslalom und drei zweite Plätze beweisen, dass sich Blardone fest in der Weltspitze verankert hat. Leider konnte der Italiener dieses gute Niveau in Sestriere nicht ganz halten und landete als Elfter nicht in den Top Ten. Im Hinblick auf die Gesamtwertung im Riesenslalom gab es für ihn dennoch Grund zum Jubeln. Er schloss den Winter als Zweiter hinter Benjamin Raich ab.

Blardone beginnt den Winter 2006/2007 auf hohem Niveau
In seiner Spezialdisziplin hat der Italiener in dem ersten Riesenslalomwettbewerb der Saison in Beaver Creek seinen beiden Siegen aus dem Jahr 2005 einen weiteren hinzugefügt. Am Ende der Saison konnte er erneut den zweiten Platz der Gesamtwertung im Riesenslalom erreichen.

Elfter Platz in Whistler
Im Olympiawinter 2009/10 feierte Blardone in Alta Badia seinen mittlerweile fünften Weltcup-Sieg. In Whistler reichte es im Riesenslalom jedoch nur zu einem elften Platz.

Dabei - aber nicht ganz vorn
Blardone blieb an der Weltelite dran - ohne jedoch immer konstant vorne sein zu können. 2010/2011 sprang ein Podiumsergebnis in Val d`Isere heraus, die WM verlief mit Platz 30 enttäuschend. Erst im Dezember 2011 stand Blardone auf der heimischen Gran Risa wieder im Mittelpunkt - dort gelang ihm der sechste Weltcupsieg. Seine gute Form behielt er und legte Ende Februar in Crans Montana mit einem weiteren Sieg nach.

Steckbrief
Geboren: 26.11.1979
Nation: Italien
Heimatverein: Gr. Sciatori Fiamme Gialle
Größe: 172cm
Gewicht: 72kg
Hobbies: Fahrradfahren, Volleyball, Angeln
Web: www.maxblardone.it