Noch fehlt Akira Sasaki ein Sieg im Weltcup, um auch medial so wahrgenommen zu werden, wie es sein Leistungsvermögen verdient. Der Japaner scheidet im Weltcup noch zu oft aus, doch die Zeit des 23-Jährigen wird kommen.

Erst WM, dann Weltcup:
Sasakis Karriere wurde aufgebaut über Starts bei FIS-Rennen (ab 1996), nationalen Meisterschaften (ab 1997), Starts im Far East Cup (ab 1997), im Europacup (ab 1999) und schließlich im Weltcup (ab Februar 2001). Das Besondere: Noch bevor Sasaki sein erstes Weltcup-Rennen bestritt, war er Teilnehmer bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Anton am Arlberg in Österreich 2001. Dort wurde er mit einer beeindruckenden Leistung 19. im Slalom.

Erster Podestplatz in der FIS-Serie:
Bei einem FIS-Slalom in Sun Valley (USA) kam der Japaner erstmals in jener Rennserie auf einen Podestplatz - als Dritter am 10. April 1998. Der erste Sieg gelang Akira Sasaki im März 1999 beim Far East Cup - er war Schnellster in seiner Parade-Disziplin Slalom. Ebenfalls im Slalom erklomm er im November 2001 innerhalb von zwei Tagen zweimal das Podium nach FIS-Slalom-Rennen in Val Thorens (FRA) - als Dritter und Zweiter.

Erster Podestplatz im Weltcup:
Nur eine Woche nach der Ski-WM in St. Anton (AUT, 2001) ging Sasaki erstmals im Weltcup an den Start: Im japanischen Shigakogen schied er im Februar 2001 bei zwei Slalom-Rennen aus. Auch bei seinen folgenden zwölf Weltcupstarts (zehn im Slalom, zwei im Riesenslalom) schaffte er es nicht in die Wertung zu kommen - bis er schließlich am 19. Januar 2003 beim Slalom in Wengen in der Schweiz an den Start ging und mit einem außergewöhnlichen zweiten Lauf auf Rang zwei vorfuhr. Eine sensationelle Leistung, musste er doch mit Startnummer 65 in das Rennen gehen. Lediglich Giorgio Rocca (ITA) war noch in der Lage, dem Japaner den Sieg zu entreissen. Nur eine Woche später gelang Sasaki beim Nachtslalom von Schladming das zweite gute Resultat im Weltcup.

Mehr Konstanz
In der Saison 2003/2004 zeigte Sasaki erstmals in seiner Karriere mehr Konstanz in seinen Leistungen. Er schied nicht mehr so häufig aus und sammelte in seiner stärksten Disziplin, dem Slalom, fleißig Punkte. Dies brachte ihm den 11. Rang in der Slalom-Wertung am Ende des Jahres ein.

Kleiner Rückschlag
In der Saison 2004/2005 gab es für den Japaner aber wieder einen kleinen Rückfall in alte Zeiten. Wieder schied er oft aus und verbaute sich so häufig die Chance auf eine bessere Platzierung. Während er im Slalom noch einigermaßen solide fuhr - ohne dabei zu glänzen - gab es im Riesenslalom für Sasaki nichts zu holen. Nur ein Mal kam er dort als 24. in die Punkte. In der Slalom-Wertung war er am Ende der Saison auf dem 14. Rang zu finden.

Saison mit Podestplätzen
Dem vierten Platz beim Slalom in Beaver Creek zu Beginn der Saison folgte ein zweiter Platz in Schladming. Olympia brachte kein Glück, dafür konnte der Japaner zuhause in Shigakogen sein bestes Saisonresultat in seiner Paradedisziplin wiederholen. Somit gelang ihm ein immenser Sprung in der Slalomwertung auf den siebten Rang.

Steckbrief:
Geboren: 26.09.1981 in Hokkaido
Nation: Japan
Größe: 182cm
Gewicht: 77kg

Erfolge:
21. November 1996: Akira Sasaki fährt sein erstes FIS-Rennen in Kanada und wird dabei 57. Bei seinen ersten Japanischen Meisterschaften erreichte der junge Mann 1997 den 21. Rang im Slalom und Position 71 im Riesenslalom.Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Japaners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): GS (DNF), SL (DNF)
2002 in St. Lake City (USA): GS (34), SL (DNF)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SL (DNF), GS (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (DNF), SG (38), GS (DNF)
2001 in St. Anton (AUT): SL (19)

Weltcup:
7. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2006
11. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2004
drei zweite Plätze, weitere zwölf Top-Ten-Platzierungen